Raum mit zwei Türen (für einen öffentlichen Park in Bochum-Weitmar)

Maria Nordman

Raum mit zwei Türen (für einen öffentlichen Park in Bochum-Weitmar)

1989

Environment

Raumhöhe 300 cm, Innenmaße 1305 × 600 cm, Außenmaße 1400 × 675 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Bis sich die Augen nach Eintritt an die Beleuchtungssituation gewöhnt haben, bis sich die Erfahrung der Leere eingestellt hat und einige wenige Koordinaten gewonnen wurden, vergeht je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen eine Weile. In dem Raum mit zwei Türen befindet sich nichts. – Licht- und Raumerfahrung, der Raum selbst stehen im Zentrum von Nordmanns Arbeit.

Maria Nordmans Room with two doors (for a public park in Bochum-Weitmar) aus dem Jahr 1989 befindet sich auf dem Gelände von Situation Kunst (für Max Imdahl).Das Werk hat seinen Ursprung in einer Arbeit, die 1977 für die Documenta VI entstand. Abseits vom Kasseler Ausstellungsgeschehen, konzipierte Nordmann ihre temporäre Arbeit dort »mit zwei Glastüren und zwei Eingängen« in einem leerstehenden Geschäft an der Frankfurter-/Heckerstraße, einem Viertel mit »Lebensmittelgeschäften, einer Post und Wohnungen« (vgl. Ausst.-Kat. Documenta VII, Kassel 1982, 245).

In Bochum nun greift die Künstlerin nicht auf eine vorgefundene Architektur zurück, sondern legt diese selbst fest. Am Rand des Areals von Situation Kunst und vom öffentlichen Park aus zugänglich, liegt das schlichte Gebäude aus hellem Klinkerstein, das Nordmanns Arbeit aufnimmt. Es soll, so der Wunsch der Künstlerin, vollständig mit Efeu überwuchern – der Prozess dieser Anpassung an den Landschaftskontext hat schon begonnen. Zwei schräg angelegte, ansteigende Wege mit groben Kieselsteinen führen zum Bau und dessen beiden Eingängen auf der Nord-Süd-Achse. Der Grundriss zeigt zwei längliche, ineinander geschobene U-förmige Gebäudeteile, in deren Versatz jene beiden Eingänge eingelassen sind.

Der linke verglaste Eingang ist durch einen Rahmen in Oberlicht und Tür geteilt. Der rechte befindet sich ebenfalls unter einem gläsernen Oberlicht, der gläsernen Tür selbst wurde hier jedoch eine Holzplatte vorgeblendet. Der Grund für diese variierten Eingangssituationen ist in der Lichtregie zu sehen. Wären beide Türen aus Glas, so ergäbe sich ein ungleichmäßiger Lichteinfall in den Raum. Aber Nordman forcierte offenbar eine symmetrische und ausschließliche Lichtführung durch die etwa 13 Meter auseinander liegenden Eingänge: So gleicht die Holztür auf der rechten Seite des Gebäudes den Schatten erzeugenden Körper des großen Baumes vor der linken Glastür aus, der einen gleichmäßigen Lichteinfall in das Gebäude verhindert.

In dem Raum mit zwei Türen befindet sich nichts. – Licht- und Raumerfahrung, der Raum selbst stehen im Zentrum von Nordmanns Arbeit. Bis sich die Augen nach Eintritt an die Beleuchtungssituation gewöhnt haben, bis sich die Erfahrung der Leere eingestellt hat und einige wenige Koordinaten gewonnen wurden, vergeht je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen eine Weile. Die Veränderungen des Lichts, der Sonneneinstrahlung, der Farbigkeit des Lichts im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten werden im Kontext des weiß gehaltenen Raums zu erfahrbaren Größen, ja sie konstituieren den Raum erst. Außen- und Innenraum sind dabei nicht nur durch den Lichteinfall aufs engste verbunden. Auch die Witterungsverhältnisse, Hitze, Kälte und Feuchtigkeit wirken auf Wände und Decke. Im Sommer beispielsweise von der Sonne außen geblendet, wird ebenso angenehme Kühle im Raum spürbar wie die Besucher zugleich aufgrund des großen Helligkeitsunterschiedes zunächst orientierungslos sind, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und eine Verortung möglich wird.

Nur von mittigem Standort an der zum Park ausgerichteten langen Wand kann der Lichteinfall durch beide versteckt liegenden Türen gleichzeitig erfasst werden. Und genau an diesem Punkt lassen sich auch die fließenden Licht- und Farbmodulationen des an Wänden und Decken reflektierten Schlaglichts am besten beobachten, die erst Raumkonturen und Flächen erkennbar machen und die sich der Beschaffenheit und Materialität der beiden Türen verdanken. Auch der Akustik fällt im Prozess der Raumverortung und -erfahrung eine wesentliche Rolle zu. Alle Geräusche, die von außen eindringen oder die, wie beispielsweise das Zuschlagen der Tür, von den Besuchern innerhalb des drei Meter hohen Raums selbst erzeugt werden, verstärken sich, hallen nach und liefern neue Raumkoordinaten und interaktive Orientierungsmöglichkeiten. Nur prozessual kann sich die Raumwahrnehmung einstellen – ein vages Tasten, ein körperlicher Erfahrungsprozess veränderlicher Größen, bei dem bald auch die sinnliche Erfahrbarkeit selbst auf dem Prüfstand steht.

Das ursprüngliche Konzept sah zunächst eine Öffnung des Raumes für 24 Stunden an Tagen der Tag- und Nachtgleiche, dem 21. März und 21. September vor. Ab und zu wird Room with two doors auch an solchen Tagen geöffnet. Dann wird die Veränderlichkeit dieses permeablen, ebenso von äußeren Einflüssen wie von der individuellen Erfahrung abhängigen Raums in festgelegtem Zeitmaß besonders deutlich erkennbar.

 

 

© (Maria Nordmann) Situation Kunst, Bochum

weniger

Joseph Beuys

Rostecke

1963

Objekt

Eisen, Eisenoxid, Lackfabe

50 × 70 × 70 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Er hat das Thema »Ecken« innerhalb seines Werkes in verschiedenen Varianten behandelt. Als quasi dreidimensionaler Pfeil deutet Joseph Beuys Rostecke auf die Stelle des Raumes, an der drei Flächen in einem Punkt zusammenstoßen.

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Joseph Beuys

Collage

1964

Collage

Schokoladentafeln auf beschriebenem Papier in einem Metallkasten

39,8 × 51 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Sein anthroposophisch fundierter, der Fluxus-Bewegung nahe stehender Kunst- und Plastikbegriff zielt auf eine Prozessualität, in der sich Handeln in der Materie abzeichnet. Diese Prozessualität ist auch Thema von Beuys unbetitelter Collage aus 

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Joseph Beuys

Chaotische Energie

1968

Objekt

verzinkter Blecheimer, Fett, Luftpumpen

ø 45 × 40 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Chaotische Energie ist ein Aktionsrelikt. In einem Bleicheimer befindet sich feste und flüssige Margarine, je nach Temperatur in unterschiedlichen Anteilen. Im Fett stecken acht Luftpumpen, komplett oder zerlegt, Hülse oder Griff.

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Joseph Beuys

Filzanzug

1970

Objekt

Filz

ca. 170 × 100 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Offenkundig ist dieser Anzug nicht zum herkömmlichen Gebrauch, zum Tragen gedacht. Zu einer Zeit, da große Teile der jungen Generation sich der Kleidung des Establishments verweigerten, übt Beuys mit dem Filzanzug Kritik auch am geistigen 

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Joseph Beuys

I a gebratene Fischgräte (Hering)

1970

Objekt

Fischgräte auf Pergamentpapier in verglastem Holzkasten

30 × 11 × 6 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Eine Fischgräte auf einem bestempelten, beschrifteten und leicht fettigen Blatt Pergamentpapier in einem verglasten Holzkasten: Kurz vor Allerheiligen, am 30.10.1970, veranstaltete Joseph Beuys in der Düsseldorfer Eat-Art-Galerie von Daniel 

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Joseph Beuys

Diagramm-Zeichnung

1972

Zeichnung

Weiße Kreidezeichnung auf schwarzer Schultafel

200 × 150 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Er bezeichnete die korrigierten und überarbeiteten Informationen als »Denkform«, weil er der Überzeugung war, dass das Zeichnen dem Denken gleichzusetzen und nicht als Entwurf oder Vorzeichnung zu verstehen sei. Beuys’ Vorstellungen von der 

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Joseph Beuys

Ich kenne kein weekend

1980

Objekt

Maggi-Flasche, Buch (Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft. Stuttgart: Reclam 1980)

Flasche 15,5 × 5 × 5 cm, Buch 15,2 × 9,6 × 3,2 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Maggiflasche hat er unverändert übernommen, das Buch hingegen ist mit zwei Stempeln versehen. Mit »Ich kenne kein weekend« trat Beuys für einen ganzheitlichen Lebensbegriff ein und setzte programmatisch auf das Heilmittel wie 

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Joseph Beuys

Raum 90 000 DM

1981

Installation

6 Metallfässer mit gegossenen Aluminiumformen, Schöpfkelle, mit Wasser gefüllte und mit Ton ummantelte Badewanne, Papiercollage zwischen Glasscheiben

1000 × 600 cm (Installationsmaß)

Lehmbruck Museum

Sechs rostige und zerbeulte Fässer und eine Badewanne sind in einer begehbaren Raumecke gruppiert. Erst im Umschreiten lassen sich Details entdecken, lässt sich ein Zusammenhang erfahren. Mit seiner Installation Raum 90 000 DM (1981) gestaltet 

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Joseph Beuys

Vino FIU

1983

Objekt

6 Weinflaschen im Karton, zusätzlich eine weitere Weinflasche

Karton 26 × 24 × 30 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Vino FIU ist ein Beispiel aus einer Reihe von Multiples, die auf einen geistig-politischen Standort hinweisen. Die dreibuchstabige Abkürzung »F.I.U.« ist hier nicht Ausweis der geographischen Herkunft oder anderer konventionalisierter 

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Joseph Beuys

Palazzo Regale

1985

Ohne Zuordnung

2 Messing-Glasvitrinen bestückt mit Objekten, 7 mit Firnis und Goldstaub überzogene Messingtafeln

Vitrinen 197,5 × 227,5 × 80 cm, Messingtafeln 200 × 100 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Was dem Raum Bedeutung verleiht, ist in den beiden Vitrinen abgelegt. Versammelt sind hier Dinge, die im Œuvre von Beuys große Bedeutung haben, Relikte von Aktionen, Erinnerungsstücke, die auf den Zusammenhang von Natur und Kultur verweisen. 

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Dorothy (1969/70) ist eine zierliche kleine Dame. Sie ist nackt. Doch in ihrer Beziehungslosigkeit zum Betrachter, erschafft John de Andrea für seine Kunst einen isolierenden Raum, der der Protagonisten eine Kunstaura verleihen.

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Andre Thomkins

dogmat-mot

1965

Objekt

Multiple im Karton, Wortmaschine mit zehn drehbaren Sechsecken, dreisprachig

28 × 28 × 4 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Dogmat-mot ist ein in Serie hergestelltes, von André Thomkins Künstlerkollegen Karl Gerstner und Daniel Spoerri herausgegebenes Multiple, das zum Spiel mit Wörtern anregt. Für diese mechanische Wortmaschine hat André Thomkins 120 Wörter 

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Bert Loerakker

Diptychon

1993

Malerei

Öl auf Leinwand

je 31 × 21 cm

Clemens Sels Museum Neuss

»Es geht in der Kunst um die Freiheit. Als Landschaftsmaler, ja so fühle ich mich noch immer, auch wenn das nicht jedem so klar sein wird. (…).« (Bert Loerakker, in: Ausst.-Kat. Neuss, 2001)

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Dani Karavan

Dialog

1989

Skulptur

Weißer Beton, Wasser

120 × 600 × 2400 cm

Lehmbruck Museum

Kubische Elemente lassen eine Situation des Ausruhens und Sitzens, der Kommunikation, des »Dialogs« entstehen, die vor allem durch die Nähe der gruppierten Bäume Geborgenheit evoziert. Die natürlichen Elemente wie Licht und Wasser, Wind und 

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Heinz Breloh

Die Alleinigen

1997/98

Installation

Terracotta, teilw. glasiert

Höhe ca. 50 cm

Kunstmuseum Bochum

Mit den Alleinigen entwickelt Heinz Breloh eine Gruppe von 60 bis 70 Terrakotten, deren plastische Prinzipien letztlich aus der Großplastik entwickelt wurden. Zunächst steht die unmittelbare körperliche Interaktion mit dem Material im 

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George Brecht

Die Universalmaschine

1965

Objekt

Leinenbezogene, aufklappbare Holzschachtel, Karte mit Knöpfen, Spiegelscherben, Stahlkugel, Holzziffern, drei Nägel

27 × 27 × 4 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Universalmaschine ist ein humorvolles Spiel, das – wie der Titel impliziert – jederzeit und in allen Lebenslagen verwendet werden kann. In seiner Ausstattung und mit der beiliegenden Anleitung ermöglicht das Objekt von George Brecht dem 

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Ingrid Roscheck

Die Forscherin

2007/08

Videoskulptur

Ton, Video, Holz, Papier, Lack

170 × 40 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Wie auch in ihren anderen Arbeiten stellt Roscheck in Die ForscherIn die Frage nach unserem Zugang zur Welt und unserem Einrichten darin. Man kann sich als ForscherIn, PhilosophIn, KünstlerIn, als homo faber nähern oder aber so, wie es Roscheck 

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Jochen Gerz

Die Zeugen von Cahors

1998

Ohne Zuordnung

Trägerfolie mit 48 Blättern in Leinenkassette, Siebdruck, Offset auf 270 g Rives Bütten

42 × 29,7 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Wechselwirkung zwischen privater und öffentlicher Geschichte, die Gerz bis heute beschäftigt, thematisiert auch die Grafikserie Die Zeugen von Cahors aus dem Jahr 1998, die aus Schwarz-Weiß-Fotoporträts von insgesamt 48 älteren Frauen 

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Alberto Giacometti

Diego

1951

Skulptur

Bronze (4/6, Guss von 1959, Pastori Fondeur)

26,8 × 21,5 × 10,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Oft bildet Alberto Giacometti seinen Bruder Diego in der für ihn typischen Weise ab. Von Bedeutung ist nicht die eine naturalistische Wiedergabe oder idealisierende Überhöhung des Porträtierten, sondern die im Akt der Wahrnehmung evozierte 

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Jochen Gerz

The gift

2000

Installation

Fotopapier

Serie von 4889 Portraits, je 29,7 × 21 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Er hat mit der interaktiven Arbeit Das Geschenk Menschen temporär miteinander vernetzt und zur Beteiligung aufgefordert. Sowohl der Austausch und die Beteiligung des Publikums, als auch die öffentlichen und privaten Orte, an denen sich das 

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Reinhard Mucha

Das Deutschlandgerät

1990/2002

Installation

Marmor, Holz, Glas, Filz, Aluminium, Lackfarbe, Messing, 53 Fußbänkchen aus Holz, 15 Monitore, 15 DVD-Player, 9 Lautsprecher, 3 CD-Player, Kabel, 2 Tische

ca. 2700 × 1700 × 1000 cm (variabel, je nach Aufbau)

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Indem der Künstler Skulpturen in Form von Vitrinen baut und jede Vitrine eine Variante der Zueinanderordnung der gleichen Objekte zeigt, wird betont, dass es um den Akt des Zeigens geht. Anlass und Form der Großausstellung beziehungsweise 

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Klaus vom Bruch

Das Duracellband

1980

Video

Einkanal-Video, Farbe/SW, Ton

10:03 Min.

Stiftung imai – inter media art institute

In der 10-minütigen Videoarbeit Das Duracellband übersetzt Klaus vom Bruch die Sequenzen des Werbespots für Duracell-Batterien in politisches Handeln, das fatale Konsequenzen nach sich zieht. Dem bekannten Verfahren der Montage folgend, fügt 

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Marcel Odenbach

Aus der peripheren Sicht des Zeugen

1986

Video

Einkanalvideo, Farbe/SW, Ton

13:28 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Ein barockes Paar erhebt sich in den Spiegelsaal. Vor dieser Folie wird der Name des Regisseurs »Marcel Odenbach« eingeblendet, leitet scheinbar in das Szenario eines Historienfilms ein. Wieder schließt sich ein Tor, der Titel des 1986 

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Fritz Winter

Das Zeichen

1951

Malerei

Gouache auf Papier auf Holz

49,5 × 69,2 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Winter erstellt mit dem Zeichen eine Art Silhouettentanz vor wie kaltfarbig illuminiertem Gegenlicht. Wenn Das Zeichen Naturräumliches evoziert, dann einen Gegenlicht geprägten, kahlen, durch Konturen bestimmten Licht- und Landschaftsraum. So 

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André Derain

Das Paar

1907

Skulptur

Sandstein, Piedra tallada

38 × 23 × 24 cm

Lehmbruck Museum

Er hat den Sandstein in groben, tiefen Meiselfurchen bearbeitet, so dass die eng verzahnten Körper mit massigen, schweren Gliedmaßen kubisch abstrahierte Züge aufweisen. Eng, Seite an Seite aneinander gekauert mit an den Körper angezogenen und 

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Lyonel Feininger

Das Atelierfenster

1919

Malerei

Öl auf Leinwand

100 × 80 cm

Lehmbruck Museum

Anlass für das Ölgemälde Das Atelierfenster von 1919 gab Lyonel Feiningers Einzug in ein neues Atelier am Bauhaus in Weimar. Das Bild zeigt aber nicht etwa den Arbeitsraum im Inneren, sondern die Außenansicht eines Gebäudes, dessen einziges 

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Eine der ersten Polyurethan-Arbeiten von Fischli & Weiss ist Der Auftrag von 1983. Sie provoziert grundsätzliche Fragen: Worin aber besteht der »Auftrag«? In der Überwindung des düsteren Lebens unter Tage und der Flucht aus alptraumhaft 

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Pablo Picasso

Zwei sitzende Frauen

1920

Malerei

Öl auf Leinwand

195 × 163 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Das großformatige Gemälde Deux femmes nues assises (Zwei sitzende Frauen) aus dem Jahr 1920 ist ein monumentales, ja beinahe monströses Bild von zwei dunklen, unheimlich und archaisch wirkenden Frauen, auf die das Etikett Klassizismus, mit dem 

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Winfred Gaul

Denkmal für einen unbekannten Autofahrer

1965

Malerei

PVA auf Leinwand

180 × 180 cm

Kunstmuseum Bochum

Aus der technoid erstarrten, besonders dem Quadrat huldigenden Komposition erscheint eine fröhlich und erstaunt, ganz ihrem Blick hingegeben, piktogrammartig abstrahierte Maske. Dieses Denkmal für einen unbekannten Autofahrer ist eine 

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Hans Arp

Demeter

1960

Skulptur

Bronze, vergoldet

99 × 44 × 55 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Bronzearbeit Demeter schmeichelt der Haptik und der Optik des Betrachters ohne jede erotische Konnotation. Für die pure, naturgegebene weibliche Seinsbedingung als fruchtbar Gebärende hat Hans Arp in seinem Spätwerk eine einprägsame und 

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Wilhelm Lehmbruck

Der Gestürzte

1915

Skulptur

Gipsguss, weiß, gelbliche Fassung

Figur 80,5 × 240 × 83,5 cm, Sockel 58 × 107 × 260 cm

Lehmbruck Museum

Der Gestürzte gilt als eines der Hauptwerke Wilhelm Lehmbrucks. Seit Beginn des I. Weltkrieges hatte sich Lehmbruck unter dem Eindruck der Geschehnisse mit dem Thema Krieg in Zeichnungen und Grafiken auseinandergesetzt. Mit dem Gestürzten schuf 

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Meret Oppenheim

Der grüne Zuschauer (Einer der zuschaut, wie ein anderer stirbt)

1933/78

Ohne Zuordnung

Grüner Serpentin, vergoldete Kopfplatte (in Serpentin), auf Betonsockel, mit Bepflanzung

Objekt 332 × 100 × 36 cm, Sockel 133 × 144 × 144 cm

Lehmbruck Museum

Meret Oppenheim hat sich seit 1976 bis kurz vor ihrem Tod mit der Gestaltung der Anlage Der grüne Zuschauer befasst. Die Skulptur selbst, die durch ihren eher strengen, archaisch anmutenden Charakter eine gewisse Sonderstellung im Œuvre 

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Reinhard Döhl

Der Apfel fällt nicht weit im Schlamm

1965/70

Grafik

Siebdruck

65 × 49,8 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Auf den ersten Blick ein einfaches, zum Schmunzeln anregendes Figurengedicht, verschränken sich in ihm verschiedene Bedeutungsebenen und zeigen Döhls intensive Auseinandersetzung mit Sprache. Der 1965 zunächst als Weihnachtskarte 

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Gerhard Hoehme

Der lange Abschied des Gustav René Hocke

1980 85

Malerei

Öl auf Leinwand

194 × 140 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Das Gemälde Der lange Abschied des Gustav René Hocke, 1980 begonnen, reiht sich formal und inhaltlich ein in Hoehmes anderen Arbeiten dieser Jahre, in denen »Farben, Formen und Tentakeln auf überraschende, wieder unruhigere Weise miteinander um 

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Mario Merz

Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

1989

Objekt

Metall, Leinwand, Acrylfarbe, Draht, Neonschrift und Zeitungen

287 × 287 × 190 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

»Zeitungen fangen einen präzisen Moment der Geschichte ein […] Die gerade Linie aus Zeitungsbündeln […] entspricht der Linie der Geschichte.« (Merz, in: Parkett, Nr. 15, 1988, 78). Zwischen die historischen Ereignisse des Jahres 1789, die 

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Wolf Vostell

Décollage

1971

Collage

Verschiedene Schichten von Plakaten, auf 1 cm starke Sperrholzplatte aufgeklebt, rückseitig mit Holzrahmen verstärkt

227 × 174 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit seiner Décollage reagiert Vostell aktionistisch auf die Reizüberflutung gedruckter Informationen und Werbekampagnen. Die große, hochformatige Décollage ist eine Eröffnungsaktion von Vostell, die als Reliktobjekt auf vielen Ebenen auch 

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Volker Hildebrandt

Dream Screen

1993

Kinetisches Objekt

Stahl, TV-Gerät

70 × 70 × 70 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Mit Dream Screen entsteht in gewisser Weise ein neues formatgetreues Fernsehgerät für Fernsehbilder, ein neues Bild gebendes Raster. Genau genommen dupliziert und reduziert Hildebrandt die bereits dem üblichen Fernsehbild vorausgehende 

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Jean-Michel Basquiat

Grazing — Soup to Nuts, MGM - 1930

1983

Malerei

Acryl und Ölkreide auf Leinwand

167,6 × 304,8 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Mit »soup to nuts«, »von der Suppe bis zu den Nüssen« ist eine Redewendung für ein besonders aufwendiges Mahl oder eine weitschweifige Erklärung gemeint. Tatsächlich illustriert Basquiat in diesem Bild ausführlich den gesamten Prozess der 

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Fang Lijun

Gruppe Eins, Nr 2

1990

Malerei

Öl auf Leinwand

100 × 100 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Das Gemälde Gruppe Eins, Nr 2 von 1990 ist ein frühes Werk des Künstlers Fang Lijum, in dem sich die Enttäuschung über die Pekinger Ereignisse von 1989 und die Orientierungslosigkeit einer Generation erkennen lässt, die mit dem Scheitern der 

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Emil Schumacher

Großes rotes Bild

1965

Malerei

Mischtechnik auf Leinwand

150 × 270 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

In ihrer Anordnung und ihren Umrissen sowie in ihrer Binnenstruktur erinnern die roten Flächen an Erdformationen, auf die der Betrachter in Aufsicht blickt. Schumachers Großes rote Bild von 1965 gehört in eine Reihe roter Bilder, die 1961 

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Antoni Tàpies

Großer Diptychon mit Linien

1988

Malerei

Mischtechnik auf Holz (zweiteilig)

250 × 600 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Der durch die Beimischung von Sand stumpfe, beigefarbene Grund überzieht wie eine Kruste die Oberfläche, die schon allein aufgrund der Dimensionen und des einheitlichen Kolorits wie ein Wandstück wirkt. Mit Großes Diptychon mit Linien 

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Richard Long

Grüner Steinkreis

1977

Installation

54 Steine, ausgelegt zu einem Kreis

Ø 400 cm

Museum Abteiberg

Schritt-Tempo, Entfernung, Etappe, Innehalten – die Zeit ist ein wesentlicher Faktor. Linien, Kreise, Spiralen – improvisiert aus zusammengetragenen Stöcken, Steinen oder Wasser setzen in einsamen Gegenden Zeichen menschlicher Kultur – fern der 

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Camille Graeser

Grün-Orange

1975

Malerei

Acryl auf Leinwand

120 × 120 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Nicht nur an der direkten Farbgrenzlinie von Grün zu Orange flackert der Farbeindruck vor dem Auge. Auch die beiden reinen Farbflächen der gewählten Mischfarben evozieren flirrendes Flimmern und Unruhe der Sinneswahrnehmung. Camille Graeser 

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Wilhelm Lehmbruck

Große Sinnende

1913

Skulptur

Gipsguss

211 × 51 × 43,5 cm

Lehmbruck Museum

Obschon die Große Sinnende für Lehmbrucks Frauengestalten aufgrund der auf den Rücken genommenen Arme und der daraus resultierenden aufrechten Haltung eine ungewöhnliche Offenheit signalisiert, baut sie doch allein aufgrund des übergroßen 

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Alexej von Jawlensky

Großer Frauenkopf

1917

Malerei

Öl auf Pappe

Lehmbruck Museum

Wohl zu den frühesten Züricher »Gesichtern« gehört auch der Große Frauenkopf aus dem Jahr 1917, der in diagonaler Verspannung das hochrechteckige Bildviereck füllt und in Hals und Kopfrundung gewaltsam beschnitten ist. In auffallendem Kontrast 

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Bedingt durch die unterschiedlichen Breiten der schwarzen und weißen Streifenkonstellationen bleibt in der Schwebe, welchen Partien die Rolle der Positiv- oder der Negativform zukommt. Fruhtrunks Komposition Grüne Akzente (1966/69) erzeugt mit 

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In aller Konsequenz hat Richter nach der Fotomalerei und gleichzeitig mit den ersten Farbtafeln der 1960er Jahre grautonige Bildwerke gemalt, wie zwei kleinformatige Leinwandarbeiten aus dem Jahr 1972 in den universitären Kunstsammlungen in 

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Die massiven Blöcke der Grande Diagonale sind jeweils an unterschiedlichen Stellen nahezu vollends gebrochen und geben Einblick in die tiefen, mürben Bruchstellen des Materials. Die gesamte Arbeit wirkt durch diesen offenkundig gewaltsamen 

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Ilja Kabakov

Geprüft! (Auf der Parteireinigung)

1983

Malerei

Emailfarbe auf Pavatex

260 × 380 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Geprüft – Auf der Parteireinigung von 1983 ist die monumental vergrößerte Buchseite eines Lehrbuches der Stalinzeit. Die Umsetzung als Gemälde und die opulente Vergrößerung machen aus dem »object trouvé« ein Historienbild im Stil des 

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Imi Knoebel

Genter Raum

1980

Installation

Lackiertes Holz

vielteilige Installation, Maße variabel

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Der Besucher des Genter Raums glaubt sich in einem Lager für Holzelemente. Die kühle, abweisende Atmosphäre und der nüchterne Eindruck werden durch die rohen Holzkanten verstärkt. Erst bei näherer Betrachtung vermittelt sich die Spannung 

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Siegfried Neuenhausen

Gefesselter auf Stuhl

1970

Objekt

verschiedene Materialien

110 × 120 × 60 cm

Kunstmuseum Bochum

Ein in mit Lederjacke und Hose bekleideter kräftiger Mann sitzt mit gefesselten Händen auf einem modernen vierbeinigen Schreibtischstuhl. Bereits seine Position auf dem Stuhl zeugt von einer körperlichen Zwangslage.

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Martin Willing

Geschichtete Säule

1996

Kinetisches Objekt

Edelstahl, Titan 6AL V4

187 × 40 × 40 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die statischen und konstruktiven Eigenschaften einer Säule werden konterkariert. Bei seitlichem Anstoß wird der Säulenkorpus der Geschichteten Säule in ein weiches pendelartiges Schwingen versetzt. Unter gleichzeitigem vertikalem Druck kann 

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Herbert Falken

Geburtstod-Triptychon

1983

Malerei

Öl, Pastell auf Leinwand

Linke und rechte Tafel, je 200 × 110 cm, Mitteltafel 200 × 140 cm, Gesamtgröße 200 × 380 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Das Geburtstod-Triptychon von Herbert Falken des Jahres 1983 erhält durch seine Begrenzung des Kolorits auf beige-braune, graue, nahezu schwarze und nahezu weiße Farbwerte eine lähmende Schwere und Stille. Trotz scheinbarer Schlagschatten der 

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Yaacov Agam

Alle Richtungen

1970

Skulptur

Edelstahl verchromt

ca. 270 × 520 × 480 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die vehemente Absage an Statik und Begrenzung des vollendeten Werkes ist eine wesentliche Grundaussage von Yaacov Agams künstlerischem Werk. Im Vordergrund seiner Arbeit steht die Frage nach der Darstellbarkeit des permanenten Wandels.

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Magdalena Abakanowicz

Neun-Figuren-Raum

1990

Skulptur

Bronze

9 Teile, je ca. 250 × 150 × 50 cm

Lehmbruck Museum

Magisch. Mythisch. Mystisch. Die einzelnen Stelen von Magdalena Abakanowiczs Neun-Figuren-Raum wirken wie hieratische Gestalten und scheinen geradewegs aus dem Boden zu wachsen. Als archaische Monumente der Erinnerung und des Überzeitlichen 

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Marina Abramovic

Kunst muss schön sein

1975

Video

Einkanal-Video, S/W, Ton

14:55 Minuten

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Marina Abramovics Performance Art must be beautiful geht bis an die Grenze der physischen Belastbarkeit. »Ich kämme mir das Haar mit einer Metallbürste in der rechten Hand und kämme mir gleichzeitig das Haar mit einem Metallkamm in der linken 

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Douglas Allsop

Reflective Editor

2001

Objekt

Acrylglas, beschichtet

103 × 150 × 2 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Zu seinen Fast surfaces stellt Allsop fest: »Worauf man hier blickt ist, das, was dahinter liegt.« (Video-Interview anl. der Ausst. Fast surface, Blind screen and Reflective editors, University of the Arts, London 2009; Übers. d. Verf.).

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Max Almy

Perfect Leader

1983

Video

Einkanalvideo, Farbe, Ton

4:12 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

»We want to have the perfect leader, we need to have the perfect leader«. Das Video Perfect Leader simuliert den technischen Kreationsprozess eines perfekten Führers und zugleich TV-Ankermanns. Die Videoarbeit kennzeichnet Max Almys Umgang mit 

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Anatol

Stahltisch

1969

Objekt

Stahl

73 × 113 × 70 cm, Stühle je 86 × 45,5 × 41 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Reduziert auf die notwendigsten Halterungen und Indikatoren wirkt der metallene Tisch technoid, funktional, in seiner unbehandelten Materialität aber zugleich auch roh, scharfkantig und archaisch. Anatols Stahltisch von 1969 war Teil der 

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Carl Andre

8001/8002 Mönchengladbacher Quadrat

1968

Skulptur

Stahl

2 Quadrate aus je 36 Stahlplatten, je 50 × 50 × 0,8 cm

Museum Abteiberg

Carl Andres Arbeit 8001 / 8002 Mönchengladbach Square von 1968 bricht mit den konventionellen Vorstellungen der Gattung Skulptur. Statt plastischer Objekte gestaltet er begehbare Orte, deren zurückgenommene sinnliche Erfahrung sich stets 

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Vladimir Yankilevsky

Selbstmord in der Landschaft

1989

Installation

Kleidungsstücke, Holz, Kunststoff (-leitungen), Keramiktoilette

260 × 640 × 60 cm

Kunstmuseum Bochum

Im kompositorischen Mittelpunkt des Werks Suicide dans le paysage findet eine Raumsituation von drastisch realer Präsenz statt: Durch eine geöffnete Tür ist der Blick freigegeben auf eine männliche Gestalt, die sich an der Decke einer engen 

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Sandro Antal

Heavy Metal Instrument

1982

Kinetisches Objekt

Stahl

Ø 200 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Materialität, Interaktivität und Raumbezug bestimmen die bespielbare flache Stahlscheibe von Sandro Antals Heavy Metal Instrument. Material, Größe und die gewölbte, in den Raum greifende Oberfläche des Objekts, das schon mit zwei Metern 

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Karel Appel

Zwei Figuren

1959

Grafik

Gouache und Kreide auf Zeichenkarton

58 × 75,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Karel Appels Grafik Zwei Figuren führt den Herstellungsprozess selbst vor Augen: Geschwindigkeitskennzeichen laden die Figuren energetisch auf, ja scheinen diese in Rotation zu versetzen.

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Alexander Archipenko

Flacher Torso

1914

Skulptur

Grünpatinierte Bronze auf Kunststeinsockel

Figur 39,1 × 9 × 4,3 cm, Sockel 11 cm

Lehmbruck Museum

Die Skulptur Flacher Torso aus dem Jahr 1914 gehört zu den berühmtesten und meist reproduzierten Werken Alexander Archipenkos. Sie existiert in zahlreichen Varianten und ist vom Künstler unter dem Leitgedanken der Polychromie und der 

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Arman

Poubelle I

1960

Objekt

Glaskasten mit Abfällen

67 × 40 × 10,5 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Eingeschlossen in einen Glaskasten, ist organischer und anorganischer Unrat erkennbar: Zeitungen und Papiere, Staub und Federn, Alufolie, Reste von Verpackungen, Pflanzenreste, Tuch, Haare, Glasscherben, Tablettenpackungen und Eierschalen. Das 

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Arman

Choral

1962

Objekt

Zerschnittenes Cello, auf Holz montiert

162 × 116 × 25 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Armans Arbeit Choral von 1962 besteht aus den parallel zueinander gesetzten, vertikal geschnittenen Elementen eines Violoncellos. Die lamellenförmige Anordnung bietet den verfremdeten Anblick eines wohlvertrauten Gegenstandes, doch trotz der 

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In der zweiteiligen Arbeit 17411 (1993) zeigt Passow die Idylle eines romantisch verwilderten Gartens in zwei Jahreszeiten. Doch führt der erzählerische Charakter der Szene in eine ganz andere Richtung: Bald klärt sich, dass es sich beim 

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»Die Verwendung von mehr als 1024 Farben (zum Beispiel 4096) erschien mir sinnlos, da dann die Unterschiede von einer Farbstufe zur nächsten nicht mehr sichtbar wären« (Richter in: Ausst.-Kat. Gerhard Richter, K20 Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 

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Der kristalline Charakter des Kubismus verbindet sich in 113 t mit der reduzierten Formensprache des Konstruktivismus. Geometrische Formen wie Oval und Rechteck wurden auch hier von Adolf Fleischmann klar konstruiert, gleichzeitig sind sie 

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Max Bill

15 Variationen eines Themas

1938

Grafik

15 Serigrafien

je 32,5 × 31 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Rhythmisierte Anordnungen und Relationen von Linien, Farben und geometrischen Formen stehen im Zentrum von Max Bills Variationen. Seine 15 Variationen eines Themas verlagern das musikalische Spektrum der Möglichkeiten auf den visuellen Bereich, 

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Francois Morellet

4 überlagerte Raster

1975

Malerei

Acryl auf Leinwand

180 × 500 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Das Gemälde 4 trames superposées zeigt eine das rechtwinklige Bildformat füllende Komposition aus schwarzen, diagonalen Balken auf weißem Grund. Erst aus der Distanz wird das Prinzip deutlich: Den Ausgangspunkt stellen zwei gleichmäßige und 

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Sol LeWitt

4-teiliges Stück »ABCD

1968

Skulptur

Stahl, weiß gestrichen

4 Teile, Grundplatte 20 × 145 × 145 cm, Kubus 17 × 17 × 17 cm

Lehmbruck Museum

4-part piece »ABCD erschließt sich allein im Prozess des Sehens und Mitdenkens. LeWitt fordert allein die Wahrnehmung von Gesetzen der Logik, er vermeidet jegliche Willkür, Laune oder Geschmack und sucht im Werk Klarheit und Objektivität.

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Sigmar Polke

6-teiliger Biennale Zyklus

1986

Malerei / Installation

Kunststoffsiegel und diverse Materialien auf Leinwand

je 500 × 325 cm

Museum Abteiberg

Der Biennale-Zyklus gehört zu Polkes Experimenten mit Farbzusammensetzungen, die selbst nach Fertigstellung eines Werkes veränderbar bleiben und auf die unmittelbare Umgebung reagieren. Der Künstler hat diese unaufhörliche Wandelbarkeit seines 

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Gerhard Richter

8 Graue Bilder

1975

Malerei

Öl auf Leinwand

8 Bilder, je 226 × 176 cm

Museum Abteiberg

Der eigentliche Gegenstand des Bildes ist für Gerhard Richter die Malerei, und Grau ist die angemessene Farbe, um dies mit Nachdruck zu demonstrieren: »Grau ist für mich die willkommene und einzig mögliche Entsprechung zu Indifferenz, 

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Takako Saito

Ein Brief an Wolfgang

1983

Objekt

Holzkasten mit verglastem Aufsatz und diversen Materialien in Schubladen

22 × 35 × 28 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Offensichtlich ist dies kein Brief herkömmlicher Art. Er ist es weder seiner äußeren Form noch seinem Inhalt nach. Es handelt sich nicht um eine festgelegte, niedergeschriebene Botschaft, die in unveränderbarer Form einem Empfänger zu 

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Daniel Buren

Von da an

1975

Installation

Markisenstoff, teilweise bemalt

333 × 527 × 527 cm

Museum Abteiberg

»An diesem Ort wird das Kunstwerk gesammelt, wird es wertvoll. Dort auch wird das Werk unausbleiblich abgeflacht, manipuliert, kommt ihm seine eigene Realität für immer abhanden, weil es in eine andere, viel mächtigere Realität, nämlich die des 

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Steina

A So Desu Ka

1993

Video

Video, Farbe, 2-Kanal Ton

9:29 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Die menschliche Wahrnehmung ist überfordert. Aber ist sie das nicht grundsätzlich von Reisen oder Aufenthalten in anderen Kulturkreisen? Steina formalisiert diesen Umstand, gibt der Flüchtigkeit Gewicht und schafft aus einzelnen Eindrücken ein 

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Robert Mangold

Ein Dreieck, darin zwei Vierecke

1977

Malerei

Acryl auf Leinwand

2 Bildtafeln, je 177 × 124,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Das Bild A Triangle within Two Rectangles gehört zu jener Werkphase in den 1970er Jahren, in der Mangold einerseits mit dem Farbauftrag (Rollen, Pinsel) experimentiert und andererseits das Wechselspiel von Bildtafeln und Bildformen erörtert. 

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Franz West

Abriss

1995

Installation

Paravent, 2 bemalte und befleckte Platten eines Atelierfußbodens, 2 Stühle

Installationsmaß ca. 300 × 200 cm

Museum Abteiberg

Man könnte auf den Stühlen Platz nehmen und versuchen, einen fiktiven Dialog zu führen, den die Trennwand jedoch von vornherein stören muss. Wie immer in den Arbeiten von Franz West werden auch in der Installation Abriss die vermeintlichen 

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Ad Reinhardt

Abstraktes Bild # 20

1956

Malerei

Öl auf Leinwand

127 × 50,8 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Reinhardts Abstract Painting # 20 zählt zu den frühen Varianten der black paintings. Erst bei intensiver Betrachtung werden in der längsrechteckigen schwarz anmutenden Fläche feine Farbabstufungen und vage differenzierte Farbflächen erkennbar, 

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Piero Manzoni

Achrome

1960

Objekt

Stoff, Leinwand, Keilrahmen, Acrylglas

60 × 40 cm, Acrylglaskasten 71 × 51 × 6 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Piero Manzoni produzierte seit 1957 bis kurz vor seinem frühen Tod Duzende von Achromes in unterschiedlicher materieller Gestalt. Auf dem Höhepunkt des US-amerikanischen Abstract Expressionism und des europäischen Informel erarbeitete er eine 

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Robert Ryman

Advance

1976

Malerei

Ölfarbe und Elvacite auf blauem Acrylivin, 2 Vinylbänder, 4 Stahlschrauben, 4 Unterlegscheiben

90,2 × 86,4 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Man kann die Arbeit Advance nicht als Bild mit isolierbaren Bildelementen verstehen, sondern als einen Gegenstand, der nichts anderes ist als ein Bild, das Entstehungsprozess, Material und Verfahren sichtbar macht und sich so in aller 

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Ben Vautier

Alles ist Kunst (1960)

1970

Objekt

Acryl auf Holz

117 cm × 115 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit Alles ist Kunst führt Vautier ein Thema aus, das bereits bei Duchamp 1913 auftaucht: »Can one make works, which are not works of ›art‹?« Schwitters als weiterer Ahne dieser Überlegungen, notierte: »Alles, was der Künstler spuckt ist Kunst.« 

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Henry Moore

Tierkopf

1956

Skulptur

Bronze

57 × 32 × 24 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Obwohl Henry Moores plastisches Gestalten grundlegend von anthropo-, bio- und zoomorphen Formen bestimmt ist, wendet er sich doch eher selten dem Thema und Motiv der Tierdarstellung zu. Die Skulptur Animal Head von 1956 ist eines der seltenen 

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Tobias Zielony zeigt das Nicht-Spektakuläre und das Nicht-Wahrgenommene. In seiner Fotografie Aral 1 aus der SerieTankstelle von 2005 zeigt er einen Nicht-Ort – eine Tankstelle, die aus der Entfernung und in nächtlicher Beleuchtung gezeigt 

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Emmett Williams

Archäologisches Gedicht Nr. 7

1958

Collage

Blau übermalte Collage

14,8 × 17 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Auf archaeological poem # 7 /archäologisches Gedicht Nr. 7 (1958), ist keine Schrift zu erkennen. Die Williams eigene Konzentration auf die Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache in Sätzen, Wörtern und Wortgedichten vollzieht sich in dem 

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Der musikalische Begriff bezeichnet einen gebrochenen Akkord, dessen einzelne Töne nicht gleichzeitig, sondern kurz nacheinander erklingen. Das um 1959 entstandene Arpeggio stellt Kopfermanns Versuch dar, dieses musikalische Prinzip visuell, 

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Frank Stella

Arpoador II

1975

Objekt

Öl und Lack auf Aluminium

200 × 320 × 26 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Auf den ersten Blick wirkt das Aluminiumrelief Arpoador II von Frank Stella wild und unstrukturiert. Die ausgewogene Komposition der einzelnen, überwiegend drei- bis vieleckigen Teile lässt sich erst nach genauerer Betrachtung erkennen.

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Johannes Molzahn

Astro-Konstellationstafel

1923

Malerei

Öl auf Leinwand

Bildmaß 120 × 190 cm

Lehmbruck Museum

Die Astro(logische) Konstellationstafel stellt ein dichtes Schaubild, durchsetzt mit den Symbolen der Sternkreiszeichen, fünf-, sieben-, neun- und zwölfzackigen Sternen, Kristallfiguren und geometrischen Strahlenbündeln dar. Mit den zahlreichen 

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Maurizio Nannucci

An irgendjemand irgendwo irgendwie irgendwann

1988

Objekt

Schriftzug aus 5 Neonleuchtstoffröhren

8 × 160 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Farbe, Form und Sprache verdichten sich zu einem visuellen Zeichen im Raum. Ein Schreibschriftzug aus farbigen und gebogenen Leuchtstoffröhren formt die Widmung »At Anybody Anywhere Anyway Anytime« der gleichnamigen Arbeit Maurizio Nannuccis.

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Roman Signer

Atmende Säule

1979/80

Installation

Stahl, Stahlblechrohre

3200 × 400 × 400 cm

Kunstmuseum Bochum

Signers großes Thema ist die »Zeit«, ihre Struktur, ihre Eigenschaften, ihr Rhythmus. Signer wendet auch in Bochum die für ihn typische Verbindung von alltäglichem, (traditionell kunstfremden) Material (Stahl) und Naturelementen (Regenwasser) 

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Cy Twombly

Auf weißem Grund

1959

Grafik

Öl, Farbkreide, Bleistift auf Papier

68 × 100 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Lineaturen und bildhaften Zeichnungen dokumentieren verschiedene Bildstadien, die nun zusammen finden und Entfaltung, Dauer und Veränderungen gleichermaßen sichtbar werden lassen. Korrektur, Überschreibung oder Löschung – beispielsweise 

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Gerhard Hoehme

Aufsteigendes Blau

1956

Malerei

Öl auf Leinwand

175 × 125 cm

Kunstmuseum Bochum

Freiheit von Form und Geste, Bewegung und Raum, die aus der Farbmaterie heraus gewonnen wird, sind Kennzeichen von Hoehmes Malerei, die sich auch als Befreiung des Geistes versteht. Aufsteigendes Blau zeigt eine schrundige Oberfläche in einer 

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Harry Kramer

Automobile Skulptur

Objekt

Metalldraht, Elektromotor und Klingel

Höhe 74 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Das zarte Gestänge und offene mechanische System der Automobilen Skulptur weckt nicht zufällig Assoziationen an Spielerisches und den Modellbau. Kramers Faszination gilt nicht Masse oder Volumen der Plastik, sondern im Gegenteil vielmehr ihrer 

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Heinrich Siepmann

B4

1979

Malerei

Öl auf Leinwand

110 × 155 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

B4 baut auf geometrischem Vokabular auf. Das Bild zeigt eine nahezu bildmittig platzierte, exakt ausgeführte Form- und Linienkonstellation, die in eine zart-hellgraue Konstruktion horizontal verlaufender Doppellinien mit diagonaler Verbindung 

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Wolf Vostell

B-52 - statt Bomben

1968

Objekt

Siebdruck mit Dauerlutschern

Blatt 89 × 124 cm, Kasten 100 × 137 × 5,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

1966 veröffentlichte Vostell in New York ein Manifest, in dem er vorschlug, die USA mögen Vietnam statt mit Bomben mit anderem bombardieren. Vostell listete Gegenstände des täglichen Gebrauchs und Nahrungsmittel auf, die sich für eine 

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Andy Warhol

Bank by Andy Warhol — Gaudy Savings by R.C.A.Colourscanner – Pretty as a Pigture, huh?

1968

Plakat

Offsetdruck

76,2 × 114,2 cm

Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang

Bank entstand im Auftrag der bekannten »Radio Corporation of America« (RCA), als Werbeplakat für den RCA Farbscanner. Das Ergebnis von Warhols Entwurfsarbeit: das Bild eines bunt bemalten, geblümten und lebendigen Schweins, betitelt mit »Bank 

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Rafael Montañez Ortiz

Strandsonnenschirm

1985/86

Video

Einkanalvideo, Farbe, Ton

7:30 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Beach Umbrella ist das Resultat von Montañez Ortiz’ Destruktions- und Montagetechnik. Unter Einsatz eines Computers und einer Laserbildplatte zerstückelt und manipuliert er das vorgefundene Zeichentrick- und Spielfilmmaterial und verändert in 

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Boris Kleint

Beflügelter Kreis

1939/43

Malerei

Öl auf Leinwand

79 × 98 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Das Formenvokabular des Bildes Beflügelter Kreis zeigt das Grundprinzip von Kleints konstruktivistischer Komposition: Es wird bestimmt durch den steten Wechsel von kleiner zu großer Form, durch notwendige Farbwechsel bei Formberührungen oder 

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Tobias Zielony

Hinter dem Block

2001 04

Installation

80 Dias im Rundmagazin

Ø ca. 30 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Aufnahmen Behind the Block entstanden als Serien während längerer Aufenthalte des Fotografen in den entsprechenden Stadtteilen: 2001 in Bristol / Knowle West, 2003 in Halle-Neustadt und in den Quartiers Nords in Marseille. Jeder ausgewählte 

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Wolf Vostell

Berlin Fieber

1973

Collage

Foto, Acryl, Blei, Teller auf Leinwand

130 × 220 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

»Duchamp hat vorfabrizierte Objekte und die Futuristen haben Geräusche zur Kunst erklärt es scheint mir heute ein wesentliches Merkmal meiner Bestrebungen und der meiner Kollegen zu sein dass das Ereignis als Ganzes welches Geräusch Objekte 

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Roy Lichtenstein

Großes Gemälde Nr. 6

1965

Malerei

Öl und Magna auf Leinwand

233 × 328 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Mit den Pinselstrich-Gemälden wird ein Thema in Lichtensteins Werk angeschnitten, das weit entfernt von der Trivialität seiner typischen Pop Art- Themen zu liegen scheint: das Thema Malerei über Malerei, die Selbstreflexion des Bildes mit 

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Andy Warhol

Große zerrissene Campell’s Suppendose (Schwarze Bohnen)

1962

Malerei

Acryl auf Leinwand

183 × 137 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Als sich Warhol der Campbell’s Suppendose zuwandte, war das Produkt schon über 50 Jahre auf dem amerikanischen Markt und wurde in der immergleichen Verpackung angeboten. Warhol verwendete dieses langlebige Label 1962 und 1965 in mindestens 86 

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Gerhard Richter

Bildnis Helmut Klinker

1965

Malerei

Öl auf Leinwand

100 × 80 cm

Kunstmuseum Bochum

Richters Bildnis Helmut Klinker löst die Verbindung zur fotografischen Vorlage, die zunächst als notwendiger Bezugspunkt des Gemäldes betrachtet werden muss, durch die hier ausschließlich horizontalen Verwischungen. »Die Wirklichkeit 

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Rebecca Horn

Schwarzes Bad – Zwei Wellen, die einander sanft berühren

1986

Objekt

Aluminiumwanne, 2 Metallzungen mit Elektromagnet, Wasser, schwarzes Pigment

26 × 214,5 × 431,5 cm

Museum Abteiberg

Während der Ruhephase des Wassers, bei geglättetem Spiegel, steigt die Erwartung dessen, was passieren wird. In Two Waves Gently Touching Each Other von Rebecca Horn vermittelt die Fülle der auditiven, visuellen und haptischen Erfahrungswerte 

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David Smith

Blackburn, Lied eines irischen Schmieds

1949 50

Skulptur

Eisen und Bronze auf Marmorfuß

Objektmaß 117 × 103,5 × 58 cm

Lehmbruck Museum

Blackburn kann als eine Synthese von ganz verschiedenen Einflüssen David Smiths verstanden werden: der spätkubistischen und surrealistischen Plastik, dem amerikanischen Expressionismus und Volkskunst in Nordamerika.

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Das hochformatige Tafelbild Blau II aus dem Jahr 1960 zeigt eine vergleichsweise schmale, grob behandelte grau bis olivgrün gehaltene Fläche, die von einer blauen Farbzone »gesockelt« wird. Schumachers Bild erinnert an Vorbilder der 

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Emil Schumacher

Bleibild B-9

1969/70

Objekt

Acryl auf Blei auf Holzfaserplatte und Pappe im Holzrahmen

61 × 74 cm

Lehmbruck Museum

Ein Bleiblech, geknittert, eingerissen, durchlöchert und im oberen Drittel überdies zu einer Art Wulst aufgerollt, ist in Schumachers Bleibild B-9 gleichermaßen Bildgegenstand wie Bildträger, der dem Künstler als Malgrund für eher sparsame 

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Braun und Gelb ist als fast quadratisches Bild angelegt: olivgrün gerahmt, formiert sich bildzentral eine Farb- und Formfigurationen schwarzer, graublauer und sandfarbener Elemente, die das Verhältnis von Figur und Grund ebenso unklar halten 

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Jean Tinguely

Brief an Dieter Roth

1972

Collage

Collage und Zeichnung mit Kugelschreiber und Wachskreide, Brief

Museum Ostwall im Dortmunder U

»22 okt. 1972 Sali Dieter – Wie Got’s?« Jean Tinguely eröffnet seinen als Collage, Zeichnung mit Kugelschreiber und Wachskreide angelegten und in Schweizerdeutsch verfassten Brief an Dieter Roth in üblicher Weise. Doch dominieren die 

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Otto Piene

Bronze und Gold III

1959

Malerei

Goldbronze und Ölfarbe auf Leinwand

80,3 × 101 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Neubewertung des Lichts als farb- und formmodulierendes Gestaltungselement führt laut Piene zu neuen Wahrnehmungserfahrungen. Auch Bronze und Gold III ist dieser Konzeption des Lichts verpflichtet.

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Thomas Schütte

Bronzefrau (Nr. 6)

2001

Skulptur

Figur aus patinierter Bronze, Stahl-Tisch

265 × 180 × 140 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Mit dem Kopf und den Oberschenkelrümpfen auf den Tischsockel gestützt, das Becken leicht erhoben, entblößt die Bronzefrau Nr. 6 eine nur angedeutete Scham, statt der Brüste sind nur mehr deren Rudimente zu sehen. Der Nacken entwickelt sich wie 

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Axel Hütte

Brücke Oberhausen

1998

Fotografie

C-Print

Bild 75 × 105 cm, Rahmen 104,5 × 145 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Seine Straßenansichten, Innen- und Außenaufnahmen von Wohn- und Arbeitsstätten registrieren nicht das Spezifische ausgewählter Städte, sondern das Unspektakuläre und Austauschbare. Die bildparallel aufgenommene gusseiserne Brücke Oberhausen mit 

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Allan Kaprow

BTU (Wärmeeinheiten)

1973

Assemblage

Karton, Thermometer, Kerzen, Handtuch, Plexiglaskugeln, schwarze Farbe

155 × 125 × 7 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Assemblage BTU (Basic Thermal Units) von 1973 verweist auf das gleichnamige Happening, das Allan Kaprow im Jahr 1972 im Ruhrgebiet veranstaltete und bei dem Körper- und Raumtemperaturen durch Messen und Erfühlen gegeneinander abgeglichen 

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Franz Bernhard

Büste

1983

Skulptur

Holz, Eisen

280 × 190 × 37 cm

Lehmbruck Museum

»Ich lasse ein Bein weg, wenn es stört. Ich mache aus kurz lang. Ich mache aus lang kurz. Ich beschäftige mich mit Abläufen verschieden schwerer Massen, mit Proportionen, mit Winkeln, mit Rhythmen. Ich gestalte Übergänge. Ich mache Dinge. Meine 

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Tobias Rehberger

Für ungültig erklärte Projekte

1995

Installation

Diverse Objekte und Materialien

variable Dimensionen

Museum Abteiberg

Für wen sind die Ausstattungen gedacht, wie sind sie ins Museum geraten? Tobias Rehberger lässt mit seinen Cancelled Projekts, wie meist in seinen Arbeiten, perfektionierte Designermöbel in einen überraschenden Dialog mit den Museumsbesuchern 

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Günter Fruhtrunk

Cantus firmus

1964

Malerei

Acryl auf Pressholz

41,5 × 50,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die zu einer Einheit verbundenen Streifensequenzen von Cantus firmus erzeugen ein ganz eigenes Bild: Fruhtrunk erreicht eine Autokinese des Auges durch die Farbwahl und den gezielten Einsatz der schmalen, blauen Randstreifen im bildparallel 

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Benno Elkan

Carl Einstein

1911

Skulptur

Bronze

28,5 × 21 × 24 cm, Sockel 15 × 14 × 14 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Er zeigt den Wissenschaftler und Denker Carl Einstein aus einiger Distanz, wenngleich mit Blick auf die menschlichen Seiten und geistigen Fähigkeiten des Porträtierten. Damit erschließt sich in Benno Elkans Skultptur in gewisser Weise auch das 

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Sein Interesse gilt weniger der naturgetreuen Wiedergabe der Realität als vielmehr den gestalterischen Möglichkeiten, die sich im Verhältnis von Figur und Grund, von Ornament und Bild in Malerei und Grafik ergeben, wie auch ihrer Beziehung zu 

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Franz Gertsch

Schaumkrone (Grün, Rot, Hellblau)

1990

Grafik

Holzschnitt auf Japanpapier

je 170 × 153 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Franz Gertsch hat sich 1990 in seinem Holzschnitt Cima del Mar einer Küstensituation zugewandt. Obschon etwas abgebildet ist, wird es so gezeigt, dass es auch anders sein könnte. Der Bildgegenstand drängt zum Ungegenständlichen und nähert sich 

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Richard Serra

Circuit

1972/89

Environment

Walzstahl massiv

4 Stahlplatten, je 354 × 796 × 3,2 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Der Raum wird zur Bedingung für das Werk und das Werk bestimmt umgekehrt den Raum neu. »Circuit ist nicht umgehbar, sondern Umgebung, bildet ein Ganzes, eine umfassende Erfahrungswirklichkeit […].« (J. v. d. Berg: Maßstab und Möglichkeit. 

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Allan Kaprow

Stadtarbeiten

1971

Collage

Bleistift, Fotos, Aquarell, Tusche, Filzschreiber

125 × 109 cm

Kunstmuseum Bochum

Die City Works sind eine Synthese von Happening-Anleitung und Dokumentation. Die Collage aus Fotos, Skizzen, Texten und handschriftlichen Zusätzen vereinigt die Konzeption / Regieanweisungen einer Aktion Kaprows, die am 3. Oktober 1971 an einem 

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Claes Oldenburg

Kolossaler Aschenbecher

1975

Objekt

Blei, Stahl, Polyurethan

198,12 × 441,9 × 396,2 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Oldenburg faszinierte die plastische Variabilität des kleinen »unwürdigen« Abfall-Gegenstandes. Colossal Ashtray (1975) besteht aus einem mächtigen, monumentalisierten, rostig wirkenden Eisensockel als Aschenbecher.

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Sein Ziel ist eine »spannungsvolle Balance der Farbflächen innerhalb des Bildfeldes« (M. Hesse, Serge Poliakoff, Composition, 1965, in: N. Kunisch (Hg.), Erläuterungen zur Modernen Kunst, Düsseldorf 1990, 193) und eine harmonische 

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Alberto Giacometti

Komposition mit sieben Figuren und einem Kopf (Der Wald)

1950

Skulptur

Bronze (5/6, Guss von 1950, Alexis Rudier Fondeur)

55,5 × 61 × 49,5 cm

Lehmbruck Museum

»Die Komposition 7 Figuren – Kopf erinnerte mich an eine Waldecke, die ich jahrelang gesehen habe (in meiner Kindheit), wo die Bäume (hinter denen man Blöcke aus Granit sehen konnte) mit ihren nackten, schlanken Stämmen (ohne Äste fast bis zum 

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Lucio Fontana

Räumliches Konzept

1960

Malerei

Öl auf Leinwand

81 × 65,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

»Ich mache ein Loch in die Leinwand, um die überkommenen bildlichen Formeln hinter mir zu lassen, das Gemälde und die traditionelle Kunstauffassung, und ich entfliehe im symbolischen, aber auch im materiellen Sinne dem Gefängnis der glatten 

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Lucio Fontana

Concetto Spaziale 60 O 48

1965

Malerei

Öl auf perforierter Leinwand

150 × 150 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Die in einem kräftigen Gelbton gehaltene Leinwand Concetto spaziale, 60 O 48 weist Löcher, Kratzer, einen Schnitt und Sgraffito-Spuren auf, die sich lose strukturiert auf der Bildfläche verteilen. Eine freihandgesetzte, den Umriss des 

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Lucio Fontana

Räumliches Konzept — Natur

1959/60

Skulptur

Bronze

5-teilig, unterschiedliche Maße

Museum Abteiberg

In den Bronzekugeln, deren Form auf Ganzheit und Vollständigkeit verweist, erzeugen die klaffenden Einschnitte sowohl den Eindruck eines gewaltsamen zerstörenden Eindringens, als auch einer räumlichen Erweiterung und Ausdehnung. Die Anordnung 

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Mike Kelley

Confusion

1981/82

Installation

Diverse Objekte

variable Dimensionen

Museum Abteiberg

Er greift das wissenschaftliche Denken selbst im Kern an, indem er es als kindliches Behelfsmodell denunuziert. Mike Kelley’s Raum-Installation Confusion macht die Relikte seiner Aktion Confusion nachträglich im Museum zugänglich.

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Mario Merz

Kegel

1965

Objekt

Korbgeflecht

Höhe 200 cm, Ø Basis 105 cm

Museum Abteiberg

Sowohl das bei Mario Merz immer wieder auftauchende Motiv des Iglus als auch die vermeintlich so eindeutige, klare Form des Conos aus Weidengeflecht sind letztlich räumlich abgewandelte Varianten der Fibonacci-Reihe, die als eine Art 

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Jean Tinguely

Unbestimmte Konstante

1960

Kinetisches Objekt

Stahlblechplatte auf Holzsockel, Elektromotor, Klammer

34 × 19 × 12,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Auf der Basis eines durch den Künstler determinierten Aufbaus und Instrumentariums verlagern sich bei Constante indéterminée die bestimmenden Objekteigenschaften in einen variablen, durch den Betrachter und Nutzer festgelegten Bereich.

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Hans Arp

Konstellation weißer Formen auf grauem Grund

1929

Objekt

Holz, bemalt

Objektmaß 72 × 87 × 3,5 cm

Lehmbruck Museum

Die weißen Gestalten von Hans Arps Relief Konstellation weißer Formen auf grauem Grund erscheinen als Formen, die ihrem amorphen Ursprung noch ganz nahe sind, fließend in einen anderen Formenzustand hinübergleiten, sich teilen oder verbinden 

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Fernand Léger

Kontraste der Formen

1914

Malerei

Öl auf Leinwand

80,7 × 65,2 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

In den Jahren 1913/14 verzichtete Léger weitgehend auf die Wiedergabe der Gegenstandswelt. Mit der Bilderserie der Contraste des formes wandte er sich vielmehr der Lösung formaler Probleme an der Grenze von Gegenständlichkeit und abstrakter 

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Ufan Lee

Entsprechung

2006

Malerei

Öl und Pigment auf Leinwand

163 × 194 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Lee Ufans Correspondance – eine Arbeit aus dem Jahr 2006 - zeigt, aus größerer Distanz wahrgenommen, lediglich ein kleines, leicht aus der Mitte nach unten verrücktes, blau-grau moduliertes Farbfeld auf großformatiger Leinwand. Näher 

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DAZE (Chris Ellis)

Cotton Club

1985

Malerei

Sprayfarben, Leinwand

265,4 × 172,7 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Das Spiel mit bildhaften und zeichenhaften Darstellungsmitteln erinnert zugleich an den Fragmentcharakter und die Schichtungen an einer Plakatwand, an der sich manch einer verewigt hat. Die handschriftliche Bezeichnung »Cotton Club« gibt den 

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Gregorio Vardanega

Farb-Diffusion

1965

Kinetisches Objekt

Holz, Kunststoff, Elektronik

57 × 57 × 13 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Der Rhythmus bestimmt die Erscheinung von Couleurs en Diffusion. Er legt Muster und Raumwirkungen fest, bestimmt Licht- und Schattenerscheinungen, Farbphänomene und -formen.

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Günter Dohr

Cylindrogramm S 6 Nr. 2/10

1968

Kinetisches Objekt

Holz, Kunststoff, Plexiglas, Motor, Elektrik

50 × 100 × 16 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die Betrachtenden werden – da sowohl eine vertikale wie eine horizontale Farb-Formbewegung wahrnehmbar wird – in gewisser Weise visuell überfordert. Die kinetische Farb-, Licht- und Raumwelt von Günter Dohr ist 1968 im Jahr der Werkentstehung 

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Lawrence Weiner

Down a hatch (    ) Eine Hecke hinunter (   )

1973

Installation

Schwarze Farbe auf weißer Wand

variable Dimensionen

Museum Abteiberg

Das Material, mit dem Weiner arbeitet, ist das geläufigste und vertrauteste, das jedem verfügbar ist: die Sprache. Dabei lassen seine Arbeiten eine Fülle von Fragen offen – so auch Down a hatch…: Wer oder was ist angesprochen? Wo, wann, wie 

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Heinz Trökes

Echo

1954

Malerei

Öl auf Leinwand

49,5 × 121,5 cm

Lehmbruck Museum

Der Künstler wählt für sein Gemälde Echo aus dem Jahr 1954 ein ausgeprägtes, eher ungewöhnliches Querformat. Heinz Trökes Echo »läuft« oder »schwebt« durch eine vergitterte, abstrakte Weltenlandschaft wie durch einen Wald – oder auch über einen 

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Anton Stankowski

Eigenform Kreissegment

1988

Objekt

Acryl, Sperrholz

50 × 50 × 2,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Stankowskis Eigenform Kreissegment zählt zu der Serie der Eigenformen – jener plastischen Objekte, die als frei entwickelte Formen und Wandreliefs an frühere, auf wenige Bildelemente reduzierte grafische Gestaltungskonzepte anknüpfen (vgl. 

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Georg Baselitz

Ein Hund kommt zu spät

2001

Grafik

Strichätzung und Aquatinta von 2 Kupferplatten in schwarz, rot und gelb auf Somerset-Bütten

66 × 49,8 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Dieser Hund beißt zwar nicht, doch kann er uns als Bildmotiv durchaus den Kopf verdrehen. Die Motivumkehr, die Baselitz bereits seit 1969 als malerische Strategie nutzt, irritiert unsere gewohnte Wahrnehmung gerade weil seine Bilder nicht rein 

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Bernard Schultze

Ein Migof-Leben

1979

Malerei

Öl auf Leinwand

185 × 250 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Der Migof als künstlerische Form kann sowohl pflanzliche, menschliche wie auch tierische Züge tragen. Gezielt baut der Künstler bei der Entstehung der Werke starke surreale Komponenten ein, gilt es doch »sich treiben [zu] lassen, wohin das Bild 

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Otto Piene

Einzelner weißer Lichtgeist

1966

Skulptur

Opakes Glas, Metall, Holz, Farbe, 200-Watt-Glühbirne, Zeitschaltung

Höhe 197 cm, Trommel Höhe 32 cm, Ø 110 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Im Zentrum von Otto Pienes elektrifizierter Glasplastik Einzelner weißer Lichtgeist steht das Licht, wie es unvermutet durch die Glasplastik huscht, und so das Museumspublikum überrascht.

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Christian Boltanski

El Caso

1988

Installation

80 Schwarzweißfotografien (40 Porträts, 40 Tatortaufnahmen), 40 Keksdosen, 52 Lampen, Kabel Leintücher, Holzregale

Raumgröße ca. 350 × 800 × 600 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die eindringliche Wirkung der im Halbdunkel einzeln beleuchteten, sachlich bis freundlich wirkenden Gesichter lässt an eine Gedenkstätte, an ein Archiv und zugleich an eine Grabkammer denken. Mit El Caso transformiert Christian Boltanski einen 

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Er bezeichnet seine Bilder als »Souvenirs von fiktionalen wie realen Orten« (zit. n.: Pressetext zu Ivan Morleys Ausst., Galerie Bernier- Eliades, Athen, 9.12.2004 — 29.01.2005). Thematisch ranken sich Morleys Bilder wie El Monte um eigens 

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Takis

Elektromagnetisch

1959

Kinetisches Objekt

Korkkugel mit acht eingelassenen Magnetstiften, Plexiglasscheibe mit Sockel, Elektromagnet

Kugel Ø 16 cm, Plexiglasscheibe Ø 55 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die Bewegung an dem Werk Electromagnétique verdankt sich der temporären Wirksamkeit eines Magnetfeldes. Der Impuls wird, auch wenn seine Quelle sichtbar angebracht ist, unsichtbar für den Betrachter ausgelöst. Takis’ Arbeit visualisiert – 

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Ossip Zadkine

Befreundete Feinde

1962

Grafik

Farblithografie

43 × 64 cm

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Die von Gegensätzen bestimmte Komposition folgt dem im Titel Ennemis amicaux gefassten Antagonismus. Es sind die flächen- und raumbezogenen Werte, es ist die dichte Figurenkomposition, die statische Verzahnung, die den wiederum auseinander 

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Yves Klein

Schwamm

1961

Objekt

blaugefärbter Schwamm auf blaugefärbtem Stahlfuß

H 15,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Er schafft sich hier eine Art »Blauer Blume« seiner monochromen Blauwelt. Mit dem Material des Naturschwammes verfährt Yves Klein ähnlich wie mit seiner Pigmentwahl. Das Material selbst in seiner Gestalt und Farbe ist Bedeutungsträger und 

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Alberto Giacometti

Frau auf dem Wagen

um 1945

Skulptur

3 Teile, bemalter Gips, (neuer) Holzwagen

Figur 153,5 × 33,5 × 35 cm, Wagen 10 × 40 × 35 cm

Lehmbruck Museum

Die fast lebensgroße, nackte Gipsfigur Frau auf dem Wagen steht in statuarischer Frontalität mit angelegten Armen und eng verbundenen Beinen wie ein Kultbild auf einem massigen Würfelsockel, der seinerseits auf einem niedrigen, vierrädrigen 

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Pablo Picasso

Frau vor dem Spiegel (Kauernde Frau)

1937

Malerei

Öl auf Leinwand

130 × 195 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

In Picassos Œuvre tritt ab Mitte der dreißiger Jahre neben die rein biomorphen Deformationen wiederum eine am Kubismus orientierte Bildsprache. Das Gemälde Frau vor dem Spiegel bringt dies formvollendet zum Ausdruck.

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Louis Soutter

Mädchen

um 1940

Malerei

Fingerzeichnung, Tusche auf hellockerfarbenem Papier

58 × 43,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Soutters undatierte Fingermalerei Fille gehört zu den Arbeiten des Künstlers, die in die letzten Lebensjahren des 1942 verstorbenen Künstlers einzuordnen sind. Das ebenso zeichnerisch wie zeichenhaft angelegte Bild wird durch den starken 

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Arnulf Rainer

Fingermalerei Botanika

1986

Malerei

Öl auf Fotokarton über Wabenkernplatte

79,5 × 60 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Die Form der Foto-Zurichtung in Fingermalerei Botanika stellt nur eine Möglichkeit im Spektrum von Rainers persönlichen Annäherungen dar, die von der einfühlenden Identifikation bis zur völligen Übermalung und Auslöschung des Bezugsbildes 

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Arnulf Rainer

Fingermalerei Toten-Übermalung (Totenmaske)

1981 84

Malerei

Öl und Ölkreide auf Fotopapier, auf Karton montiert

102 × 73 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

In Fingermalerei-Totenübermalung wird das Schwarz-Weiß-Foto, das in unscharfen grauen Verläufen die Züge eines Toten fokussiert, selbst Gegenstand – nicht nur der Farbüberdeckung und Verhüllung -, sondern auch einer bildversehrenden Zurichtung 

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James Turrell

First Light

1989/90

Grafik

Aquatinta auf Bütten

4 Blätter, je 107,7 × 76 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Turrells grafische Blätter wie First Light stehen in engster Beziehung zu seinen Environments: Die Aquatinta-Serien, die diesen jeweils vorausgehen, fokussieren und kontextualisieren gleichsam bereits die lichten Flächen, die Turrell auch in 

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Karl Marx

Floß der Medusa

2008

Malerei

Eitempera, Öl, Acryl auf Leinwand

300 × 500 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Das großformatige querrechteckige Leinwandgemälde Floß der Medusa von Karl Marx entsteht 2007 und entspringt seinem Zyklus der Géricault- Variationen, denen sich Marx seit 2005 mit zahlreichen Zeichnungen, Collagen und Gemälden widmete.

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Markus Linnenbrink

Fluss — Serie von 8 Zeichnungen

1992

Malerei

Acryl, Pigment auf Velin Rives Bütten

je 16,6 × 24,3 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Die sequenzielle Reihung erzeugt ein klar getrenntes Nebeneinander, obwohl der Betrachter dem Titel entsprechend, einen Prozess des Fließens und der grenzenlosen Übergänge erwartet. Stattdessen scheint Markus Linnenbrinck hier den in Bewegung 

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George Maciunas

FLUXUS-1

1963

Objekt

Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten

Buch 19 × 21 cm, Holzkasten 23 × 24 × 6 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

FLUXUS-1 von 1963 ist die erste große und zugleich wichtigste Publikation der Kunstrichtung, die unter diesem Namen bekannt wurde. Die äußere Gestaltung ist für ein Buch zumindest unüblich: In einem Holzschuber, dem die Aufschrift »FLUXUS-1« 

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Bruce Nauman

Erzwungene Perspektive

1975

Installation

Gipskuben

56 Elemente in 2 Varianten je 28 Stück, ca. 38 × 42 × 42 cm

Museum Abteiberg

Verblüffend ist die Erkenntnis, dass dem vermeintlichen Chaos eine klare Ordnung zu Grunde liegt. Bruce Nauman, der nicht nur Kunst, sondern auch Mathematik und Physik studierte, verwendet in Forced Perspective nur zwei verschiedene 

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Mark Dion

Frankenstein im Zeitalter der Biotechnologie

1991

Installation

diverse Materialien

variable Größe

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Installation Frankenstein in the Age of Biotechnology mag als Beleg für die ebenso engagierte wie kritische künstlerische Arbeit Dions gelten, die sich konzentriert der Frage zuwendet, wie der Mensch Natur wahrnimmt und ordnet, und wie die 

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Johannes Grützke

Fünf nackte Frauen

1973

Malerei

Öl auf Leinwand

205 × 300 cm

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Das Szenario ist gleichermaßen spannungsgeladen wie banal, ebenso logisch konstruiert wie absurd angelegt. Aber gerade in diesem ungeklärten Zustand voller Widersprüche, Ambivalenz und Paradoxie (vgl. Beaucamp, in: Johannes Grützke – Malen ist 

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Oskar Schlemmer

Fünfzehnergruppe

1929

Malerei

Öl auf Leinwand

Bildmaß 178 × 100 cm

Lehmbruck Museum

Er spricht von der »dem menschlichen Körper innewohnende(n) Mathematik: die der Mathematik, den ›Gesetze(n) des kubischen Raumes‹ entspreche, dem ›unsichtbaren Liniennetz der planimetrischen und stereometrischen Beziehungen‹ (Schlemmer 1925, 

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Bogomir Ecker

fünfzig zu eins, TF 47

1991

Mischtechnik

Siebdruck und Farbe auf Phoenolan

205 × 100 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Der Siebdruck fünfzig zu eins (TF 47) wird von puppenhaften Körperkürzeln bestimmt. Die schablonenhaften Zeichen folgen in ihrer Anordnung der des menschlichen Körpers: oben ein Schädel, darunter eine aus der weißen Übermalung ausgelassene 

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Di(e)ter Rot(h)

Gartenzwerg-Visage 2/20

1969

Skulptur

Plastikmasse, Gips und Schokolade in mit Wildleder bespannter, oben und vorn offener Kiste

Lehmbruck Museum

Das mit etwa einem halben Meter Höhe Objekt Gartenzwergvisage 2/20 knüpft an Rot(h)s Version des fast vollständig zylindrig ummantelten Zwergs an. Auch hier lässt nur der kleine noch sichtbare Zipfel der Mütze erahnen, was sich unter der Hülle 

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Ulrike Rosenbach

Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin

1975

Video

Einkanalvideo, S/W, Ton

10:34 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Anlässlich der Biennale des Jeunes in Paris 1975 präsentiert die ehemalige Beuys-Schülerin ihre Videoperformance Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin, in der sie sich mit dem traditionellen Frauenbild sowie ihrer eigenen Identität als 

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Chris Reinecke

Golden delicious

1968

Collage

rundes Packpapierstück mit blauer Farbe, kleine Aufkleber, Wellpappstück mit blauer Farbe, alles in Kunststofffolie eingeklebt

56 × 88 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Chris Reinecke lässt in Golden delicious durch eine Konstellation aus lapidar beschriftetem, bescheidenem und billigem Material das Bild eines Apfels mit Wurm entstehen. Am Beispiel des Apfels, des konnotierten Symbols für Fruchtbarkeit, 

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In Gymnasium Chases bekommt die mediale Reflexion über Präsenz und Absenz in der Fotografie eine beängstigende Dimension. Die unscharfen Schwarz- Weiß-Aufnahmen, der jiddisch klingende Name im Werktitel und das Wissen des Publikums über die 

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Robert Filliou

Hand Show

1967

Objekt

Holzschuber mit Plexiglasscheibe, innen Offsetdrucke

30 ×24 × 4 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Hand Show, ein in 150-facher Auflage gefertigter hölzerner Schuber mit herausziehbarem Plexiglasdeckel, widmet sich 1967 ganz dem Thema der »Künstlerhand«. Robert Filious Arbeit zeigt eine Show, ein ganzes Spektrum von straffen, festen, von 

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Allen Jones

Hutständer, Tisch und Sitz

1969

Skulptur

Fiberglas, Leder, Naturhaar

Lebensgroß

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Die Figurengruppe Hatstand, Table, Chair / Hutständer, Tisch und Sitz setzt sich aus drei Figuren zusammen, die ebenso exhibitionistisches Pin- Up-Girl, erotisch bekleidete Schaufensterpuppe wie Möbelstück sind.

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Thomas Ruff

Haus Nr. 9 I

1989

Fotografie

Farbfotografie, Diasec-Face, Holzrahmen

249 × 200 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die nüchterne und emotionslose Art, mit der er seine Altersgenossen ins Bild gebracht hatte, übertrug er auf die Art und Weise, mit der er für die Serie Haus (1987 — 1991) das architektonische Umfeld seiner Generation fotografierte – 

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Anton Stankowski

Heiztechnik

1966

Grafik

Siebdruck

84 × 84 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Wie oft in den Bildkürzeln, die auf grundlegende Eigenschaften reduziert sind, stützt sich Stankowski auch in der Grafik Heiztechnik auf den geometrischen Formkanon, aus dem er grundsätzlich signifikante Formgebilde, Logos, aber auch das 

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Emil Schumacher

Hellichter Raum I

1956

Malerei

Öl auf Hartfaser

99,7 × 79 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Hellichter Raum I ist in Vorder-, Mittel- und Hintergrund gegliedert und lässt beim Betrachter dadurch auch gegenständliche Assoziationen zu, die vom Künstler Emil Schumacher gewollt sind, weil der Farbauftrag und die Ritzungen auf der 

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Henry Moore

Helmkopf Nr. 2

1950

Skulptur

Bronzeguss, poliert und patiniert, auf quadratischem Marmorsockel

34 × 24 × 24 cm

Kunstmuseum Bochum

Das Physiognomische des Helmkopfes Nr. 2, das an Comiczeichnungen von Marsmännchen erinnert, kann zur blind verstummenden Version oder wie hier im Bild, zur wie leicht skeptisch beobachtenden und sprechenden Version verändert werden. Moore 

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Paul Klee

Heroische Rosen

1938

Malerei

Öl auf Papier auf Jute

68 × 52 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

In Verbindung mit dem Bildtitel assoziiert der Betrachter einen Garten mit Rosen. Vergleicht man jedoch die Bildsprache von heroische Rosen mit Klees früheren Garten- und Pflanzendarstellungen, so wird die entschiedene Naturferne seines 

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Bernd und Hilla Becher

Hochöfenköpfe

1963 1995

Fotografie

15 Schwarzweiß-Fotografien, je 40 × 30 cm

je 40 × 30 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Beide Typologien der Hochofenköpfe umfassen je 15 Fotografien. Jenseits der nicht nachzuvollziehenden Funktionalität erkennt man die »Schönheit« dieser Konstruktion mit ihren akkuraten Linienführungen und -bündelungen. Es ist ein Bild, das mit 

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Josef Albers

Homage to the Square, »Receptive«

1960

Malerei

Öl auf Hartfaserplatte

81,5 × 81,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Homage to the Square-Serie ist eine von mehreren systematischen Untersuchungen Josef Albers’ über die Wirkung optischer Phänomene. Von entscheidender Bedeutung ist die optische Wechselwirkung der Farbfelder. Vor diesem Hintergrund 

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Daniel Spoerri

Hydra-Effekt

1974

Objekt

Holz, Leder, Papier, Styropor, Metall

120 × 100 × 42 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Hydra-Effekt ist eine von Wolfgang Feelisch in Lizenz hergestellte Arbeit. Anfang der siebziger Jahre hatte Feelisch in der Remscheider Innenstadt eine Vitrine gemietet, die er zu Ausstellungszwecken nutzte. Auf die Anfrage an Spoerri, ob 

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Klaus Geldmacher

I / 33 / 100

1968

Objekt

Elektrisches Objekt

40 × 40 × 10,5 cm

Kunstmuseum Bochum

In Klaus Geldmachers Multiple I / 33 / 100 verbinden sich eine Vielzahl an Gegenständen zu einer konstruktionsorientierten Anordnung von Leuchtelementen und elektrischen Bauteilen. Sie stellen eine erkennbare Beziehung zum Alltagsleben her und 

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Jörg Immendorff

Ich halte mich als Verteidigungsminister bereit

1969

Objekt

Holzkasten, Fotografien, Papier, Holzleisten

149,5 × 110 × 14,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die ironisch-bissige Formulierung Immendorffs, er halte sich als Verteidigungsminister bereit, zielte ebenso kritisch auf die Macht, die dem Ministerposten vor allem in der veränderten politische Situation zufiel, wie sie zugleich den 

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Olaf Metzel

Idealmodell PK/90

1990

Objekt

Eisenguss

30 × 160 × 110 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Idealmodell PK/90 gibt die damalige Dienstpistole der (west-deutschen) Polizei wieder, wobei allerdings sieben Öffnungen wie Einschusslöcher ihren Körper durchbohren. Diese eher unrealistische Veränderung bringt einen Widerspruch ins Spiel: die 

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Günther Uecker

Igelblume

1963

Objekt

Elektroverschweißte Nägel auf Stahldraht, auf Marmorsockel montiert

Gesamtgröße 37,5 × 15 × 7 cm, Sockel 9,5 × 9,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Unter dem recht anschaulichen Titel kommt das dekorative, aber auch das Spitze, Abweisende der Igelblume zum Ausdruck. Die kugelförmige Nagelformation wird als Strukturgebilde, aber gemäß Werktitel auch durch Betrachterassoziationen mit 

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Sigmar Polke

Im Westen nichts Neues, Himmelsstoß

2004/05

Malerei

Dispersion auf Stoff

202 × 192 × 3 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Die Frage, was Polkes bizarr anmutende Darstellung mit Erich Maria Remarques gleichnamigem Antikriegsroman verbindet, erscheint unausweichlich für Sigmar Polkes Stoff- und Rasterbild Im Westen nicht Neues, Himmelstoß aus dem Jahr 2004/05. Rein 

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Gary Hill

Katastrophenereignis

1987/88

Video

Farb-Video, Beta, 2-Kanal Ton

43:53 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Zu Beginn ist die Welt des Protagonisten noch in Ordnung. Gary Hill erzählt in seiner Videoarbeit Incidence of Catastrophe (1987 — 88) eine traurige Geschichte misslingender Orientierungsversuche, zunehmender Auflösung des Selbst und des 

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Wolfgang Feelisch

in’sait

1969

Objekt

Holzbrett in Papiereinband mit Aufdruck

20 × 13 × 2 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Das Objekt in’sait von Wolfgang Feelisch könnte auf den ersten Blick als Buch rezipiert werden. Die Assoziation an »inside« als mehrdeutiger Hinweis auf ein vermeintlich »Inneres« des Buches mag sich einstellen. Anstelle der Vermehrung 

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Henri Matisse

Rotes Interieur, Stillleben auf blauem Tisch

1947

Malerei

Öl auf Leinwand

116 × 89 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

In Vence, wo Matisse in der Villa Le Rêve wohnte, malte er 1947 Rotes Interieur, Stilleben auf blauem Tisch – eines der zentralen Werke des wiedererwachten Fauvismus, »ein Gewebe von blendender, doch leichter, unkörperlicher Leuchtkraft « 

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Jeff Koons

Jeff and Ilona, im Himmel gemacht

1990

Skulptur

Farbig gefasstes Holz

Objektmaß 127 × 272 × 137 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Jeff und Ilona made in Heaven ist eine lebensgroße Holzfassung von 1990. In einer pompös inszenierten Selbstdarstellung räkelt sich hier der amerikanische »Travolta-Dandy« Jeff Koons mit seiner späteren Frau und heutigen Ex Ehefrau Ilona 

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Niemand vermochte die E-Gitarre auf so virtuose Weise einzusetzen. Hendrix erzeugte Klangteppiche, die u.a. über gezielte Rückkopplungen zwischen Gitarre und Verstärker erzeugt wurden und sich durch neuartige Fuzz-Effektgeräte zu einem 

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Bruce Nauman

John Coltrane Piece

1968

Objekt

Aluminium, Unterseite spiegelglatt poliert

7,6 × 91,4 × 91,4 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Flach liegt die knapp 100 × 100 cm große, etwa 7 cm dicke Platte auf dem Boden. Verwundert mag man überdies zur Kenntnis nehmen, dass gerade dieses dem klanggewaltigen Saxophonisten Coltrane gewidmete Werk völlig ton- und klanglos bleibt.

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Winfred Gaul

Kalahari

1983

Malerei

PVA auf Leinen/Nessel

Mittelteil 200 × 180 cm, Seitenteile, je 180 × 80 cm, Außenmaß 200 × 360 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Assoziationen von Landschaften bei der Betrachtung seiner Bilder griff Winfred Gaul mitunter in den Titeln seiner Arbeiten auf. In diesem Fall wählte er »Kalahari«, die von den kolonialen Eroberern falsch geschriebene Bezeichnung für die Wüste 

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Der formalisierte Aufnahmemodus betont den skulpturalen Charakter der gezeigten Apparaturen und regt unweigerlich zu einer vergleichenden Betrachtung der fotografierten Objekte an. Die Serie der insgesamt fünf Fotografien der Kalkwerke (1997) 

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Paul Klee

Kamel in rhythmischer Baumlandschaft

1920/43

Malerei

Öl und Feder auf kreidegrundierter Gaze auf Karton

48 × 42 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Obwohl das Kamel in der Bildmitte plaziert ist, dominiert es das Bildganze nicht; vielmehr scheinen die Landschaftselemente durch den Tierkörper hindurch und machen ihn auf diese Weise zu einem integralen Teil der Landschaft. In Kamel in 

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Daido Moriyama

Kanegi, Aomori Prefecture

1976

Fotografie

Bromsilbergelatinepapier

20,5 × 29,5 cm

Museum Folkwang

In voller Breitseite erfasst, kreuzt ein stattliches Tier den Weg in Daido Moriyamas Fotografie Kanegi von 1976. So wird dem Betrachter, quasi auf Augenhöhe des Tieres und aus einem Blickwinkel, der nur noch Hände und Beine des Begleiters 

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Rolf Glasmeier

Kaufhausobjekt Serienschalter

1968

Objekt

Holz, Lichtschalter

38 × 32,5 × 6,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Kaufhausobjekt Serienschalter besteht aus 50 seriell angeordneten weißen Lichtkippschaltern auf einer Holzplatte. Sie bilden ein gleichmäßiges Raster mit einer reliefartigen Struktur, zu deren Mitgestaltung der Betrachter aufgefordert ist: 

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Victor Vasarely

Keiho

1959

Objekt

Siebdruck, Holz, Glas, Farbe

69 × 54 × 6,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

»Objektiv geht es in meinen Bildern um zweidimensionale Form- Farb- Kompositionen oder um mehrdimensionale Strukturen, an deren Entstehung Intuition, Wissenschaft und Technik gleichermaßen beteiligt sind, eine der zahlreichen plastischen 

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Gerhard von Graevenitz

Kinetisches Objekt

1983

Kinetisches Objekt

4 bewegliche Metallstäbe auf Grundplatte und Elektromotor

89 × 150 × 150 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Von einem finalen Zustand oder gar einer »Vollendung« des Objekts kann bei dieser sich erst in zeitlicher Dimension entfaltenden Arbeit von Graevenitz nicht die Rede sein. Vielmehr stellen gerade die Zufälligkeit der Bewegungen und 

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Ludwig Wilding

Kinetisches Objekt GS 20

1973

Kinetisches Objekt

Holz, Kunsstoff, Gummibänder

182 × 183 × 22 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Vibrierend könnte man die Wirkung des Kinetischen Objekts GS 20 beschreiben. In der Bewegung vor dem Objekt zeigt sich, wie sich die Linien und Formen scheinbar ineinander schieben, wie sich das ursprüngliche Verhältnis von Figur und Grund 

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Hartmut Böhm

Kinetisch-Magnetisches Objekt

1964 68

Kinetisches Objekt

Kunststoff, Elektronik

95 × 95 × 12,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Er reizt durch einen aleatorisch gesteuerten Schaltrhythmus die mathematisch mögliche exponenzielle Vielfalt dier bewegbaren Plättchenfülle aus. Elektromagnetisch angetrieben kann jedes der Plättchen des Kinetisch-Magnetischen Objekts von 

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Gotthard Graubner

Kissenbild blau

1965

Malerei

Öl auf Leinwand auf Schaumstoff

110 × 86 × 6 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Er zielt auf eine Sensibilisierung der visuellen Wahrnehmung: Steht der Betrachter vor dem sich wölbenden Wandobjekt, so ist er irritiert, denn die Farbe scheint sich vor seinen Augen zu »verräumlichen«. Im Kissenbild blau aus dem Jahr 1965 

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Peter Vogel

Klangsäule

1980

Kinetisches Objekt

Metallkonstruktion, Widerstände, Prozessoren, Fotozellen, Lautsprecher, Sockel

248,5 × 45,5 × 45,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die Klangsäule verdeckt weder Konstruktion noch Funktion: das verschweißte Metallgerüst gibt Einblick in die Technik eines funktionierenden bewegungsgesteuerten elektronischen Klangerzeugungssystems. Bei Annäherung an das Objekt bewirkt der 

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Di(e)ter Rot(h)

Kleiner Sonnenuntergang

1968

Multiple

Zum Teil verschimmelte Plockwurstscheibe, vorderseitig zur Hälfte unter blauem Papier, mit der anderen Hälfte auf weißem Papier, zwischen zwei durchsichtigen Plastikfolien mit Tesafilm eingeklebt

42,3 × 31,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Es handelt sich bei dem zunächst poetisch anmutenden Szenario eines Sonnenuntergangs tatsächlich um eine Plockwurstscheibe, die Roth zwischen zwei Blätter Papier geklebt hat – die prosaische Auflösung eines auf den ersten Blick stimmungsvollen 

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Ernst Wilhelm Nay

Kleines figurales Formbild

1948

Malerei

Öl auf Leinwand

45 × 65 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Scheiben-, Blatt – und Augenformen von Nay changieren in ihrem Ausdrucksgehalt zwischen abstrakter Formgestalt und biomorpher, naturweltlicher Figur. Aus »tausend« Augen scheint die Komposition den Betrachter zu beobachten, und ist doch 

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Kurt Schwitters

Kleines Seemannsheim

1926

Objekt

Metall, genagelt auf Karton

70,2 × 55 × 14,5 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Die Dinge und Materialien, aus denen Schwitters das Kleine Seemannsheim formte – Holzlatten, klobige Klötze, Metallknäufe und ein Radspeichenfragment – könnte der Künstler gut während eines Strandspazierganges gesammelt haben. Aus diesen 

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Wilhelm Lehmbruck

Kniende

1911

Skulptur

Gipsguss, Gusshaut mit lackhaltigem Überzug

179 × 71 × 141 cm

Lehmbruck Museum

Die Kniende offenbart einen Bruch im Werk Lehmbrucks. Sie signalisiert eine Krise, die mit der Veränderung der künstlerischen Ausdrucksformen und dem Wandel des Lehmbruckschen Frauenideals einhergehen.

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Alfonso Hüppi

Knotentrommel

1965

Skulptur

Kasein auf Holz

Ø 95 cm, Tiefe 50 cm, Postamenthöhe 85 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Linien- und Streifengebilden fallen in Hüppis Werk eine besondere Bedeutung zu. Sie entfernen sich gleichermaßen vom Zeichnerischen wie Konstruktiven, werden malerisch und nähern sich durch schwungvolle Kurven und Verknotungen auch räumlichen 

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Al Hansen

Kohl Venus von Bochum

1965

Collage

Collage aus Hershey-Schokoladenpapier, auf mit Silberbronze grundierter Tischplatte

61 × 30,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Hansen selbst bezeichnet seine frühen Venus-Werke als »in gewisser Weise […] ziemlich sexistisch« (Hoffman, Ausst.-Kat. Köln 1996, 85). In der Tat beziehen sie sich auf gängige Vorurteile und Klischees des weiblichen Körpers, der hier aus 

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Georges Mathieu

Komposition

1956

Malerei

Öl auf Leinwand

81 × 130 cm

Kunstmuseum Bochum

Mathieu erstellt hier eine fast musikalische, wie in dirigierender weise erzeugte Komposition. Auratisch ist der Weiß-Schwarz-Klang durch seine bildmittige Konzentration der Formen.

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László Moholy-Nagy

Komposition A17

1927

Malerei

Tempera auf Leinwand

96,5 × 117 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Wie in einem physikalischen Laborexperiment mit schiefer Ebene und Kreisbewegungsgesetzlichkeit studiert Moholy-Nagy hier in der Komposition A 17 quasi Newtonsche Grundgesetzlichkeiten: eine Art Waageexperiment der Grenzen der 

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Wassily Kandinsky

Komposition IV

1911

Malerei

Öl auf Leinwand

159,5 × 250,5 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Komposition IV zählt zu den Hauptwerken der wichtigen Übergangsphase zur Abstraktion. Systematisch hat Wassily Kandinsky in dieser Zeit die Grundlagen des abstrakten Bildes erarbeitet, ohne sich schon ganz von figürlichen oder gegenständlichen 

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Max Bill

konstruktion aus drei kreisscheiben

1945/46

Skulptur

Messing, vergoldet

35 × 49,8 × 49,8 cm

Lehmbruck Museum

Der Raum, nach Max Bill die »eigentliche Plastik«, öffnet sich in allen drei Richtungen, wird zwar am Objekt scharfkantig und linear begrenzt, bleibt aber durch die Glätte und Spiegelung allseitig offen, klar und hell. Exakte Technik und 

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Michael Croissant

Kopf und Schultern

1976

Skulptur

Eisen, geschweißt

77 × 109 × 90 cm

Lehmbruck Museum

Aus der Kombination einer dachförmigen Bodenplatte und einer tropfenartigen, im rechten Winkel hierzu in senkrechter Stellung verschweißten Nachbarform, nimmt die Plastik Kopf und Schultern von 1976 von Michael Croissant Gestalt an.

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Als gemaltes Bild knüpft Krankenschwestern an die Tradition des Gruppenbildnisses an. Die Verstreichung der Ölfarbe besitzt offenbar in der anonymisierenden, verallgemeinernden Repräsentanz des Bildes ihre eigentliche Funktion. Die Gesichter 

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Erich Buchholz

Kreis des Aufgangs

1922

Objekt

Holz, bemalt

56 × 36 × 4 cm

Lehmbruck Museum

Das bemalte Holzrelief Kreis des Aufgangs entstand in eben jener Zeit, in der der Künstler seine besten Werke schuf. Der Kreis, der im Werk von Erich Buchholz eine zentrale Rolle spielt, bedeutet ihm »das Atmende von einem periphären Anstoß 

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Arnulf Rainer

Kreuz aus Transportkistenholz

1967/68

Objekt

Öl auf Holz

133,5 × 140,2 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Die Skulptur Kreuz aus Transportkistenholz ist das Ergebnis jahrelanger malerischer Be- und Überarbeitungen sowie Auslöschungen der Kreuzform, die die existenzielle Dimension des auch an Bildern und Fotografien erprobten Übermalungsaktes Arnulf 

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Eduardo Paolozzi

Krokodil

1956

Skulptur

Bronze

Objektmaß 93 × 63,5 × 25,5 cm

Lehmbruck Museum

Inspiriert von einer nordafrikanischen Öllampe in Form einer Tomatenbüchse, die er im Pariser Musée de l’Homme gesehen hatte, entdeckte Paolozzi das »objet trouvé« für sich. Er konstruierte aus diesen Fundstücken neue figurale Objekte, eine 

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Albert Renger-Patzsch

Kühe an der Ruhrmündung

1928

Fotografie

Vintage-Print

18 × 24 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

»Überlassen wir die Kunst den Künstlern und versuchen wir mit den Mitteln der Fotografie Fotografien zu schaffen, die durch ihre fotografischen Qualitäten bestehen können«. So zeichnen sich Renger-Patzschs Aufnahmen durch Bildschärfe, Klarheit 

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Michael Badura

Kunstgeschichte in einer Stunde

1974 1977

Installation

Holz, Papier, Tusche, Stahlstifte

248 × 488 cm

Kunstmuseum Bochum

Ein fortlaufender handgeschriebener Text wird ausgelegt, äußeren Einflüssen ausgesetzt und im Zustand der Auflösung seiner Ordnung auf einen Bildgrund fixiert. Kunstgeschichte in einer Stunde (1976) ist die umfangreichste Arbeit einer Werkserie 

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Monitore kombiniert mit Schaufeln sind die Materialien von L’Armadio di Bronx. Das Medium Video setzt Plessi ebenso wie Eisen, Kohle oder Marmor, die ebenfalls in seinen Installationen Verwendung finden, als Material ein.

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Markus Linnenbrink

La Barque de Dante

1992

Malerei

Öl auf Leinwand

210 × 150 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Markus Linnenbrinks La barque de Dante von 1992 stellt schon im Titel einen Bezug zum gleichnamigen Gemälde von Eugène Delacroix aus dem Jahr 1822 her. Er nutzt »Farbdaten« – Töne –, die er dem Gemälde des
19. Jahrhunderts entnommen hat und 

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Jacques Delahaye

Die Schlacht

1961

Skulptur

Bronzerelief

310 × 220 cm

Kunstmuseum Bochum

La Bataille, auch La Bataille d’Anghiari genannt, ist ein Höhepunkt im bildhauerischen Schaffen von Jacques Delahaye. Seit 1983 an der Außenwand des Kunstmuseums in Bochum montiert, zeigt das Relief ein Schlachtgetümmel von Reitern und 

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Marcel Duchamp

Die Schokoladenmühle

1914

Malerei

Öl auf leinwand

73 × 60 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

So wie Duchamp Die Schokoladenmühle ihrer funktionalen Details beraubt, so nimmt er auch die malerischen Mittel weitgehend zurück: Die Farbpalette ist reduziert auf erdige Töne, die an die Stilleben der Kubisten erinnern. Die individuelle 

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Constantin Brancusi

Die blonde Negerin

1926

Skulptur

polierte Bronze auf zweiteiligem Sandsteinsockel, Unikat

68 × 28,2 × 27,8 cm

Lehmbruck Museum

»Holz und Stein waren die Wahrheit. Im Menschen sehe ich den Mond, die Pflanze, den Neger, das Metall, Sterne und Fische« (Brancusi 1917). Diese kosmische Weltsicht erschließt sich in Brancusis Die Blonde Negerin, deren reflektierende Maske auf 

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Germaine Richier

Der Kreisel

1953

Skulptur

Blei mit Bemalung von Hans Hartung

131,5 × 53,5 × 72,5 cm

Lehmbruck Museum

Mit Ferse und Zehen des linken Fußes scheint sich die Figur in Richiers La Toupie gerade aus der Rückenlage nach vorn abstoßen zu wollen. Ihre Absicht ist es offenbar, dem flachen scheibenförmig projizierten Kreisel am Boden zu entgehen. Er ist 

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Gerry Schum

Land Art (Fernsehausstellung I der Fernsehgalerie Schum)

1969

Video

Film und 1-Kanal-Video, S/W, Ton, Monitor, produziert auf 16-mm Film

36 Min.

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Gerry Schum zählt zu den Videopionieren, die mit dem neuen Medium experimentierten und die Nähe zum öffentlichen Kommunikationsmittel Fernsehen suchten. Im Rahmen der Fernsehgalerie Gerry Schum entwickelte er als Regisseur, Produzent und 

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Haus Rucker – Co

Landschaftsbild

1973

Grafik

Graphit und Farbstift

65 × 100 cm

Kunstmuseum Bochum

Ein Gerüst scheint aufgebaut zu sein, um als Tragekonstruktion für ein großformatiges Bild zu dienen, das eine in warmen Tönen gezeichnete Berglandschaft zeigt. Das Landschaftsbild von Haus Rucker – Co visualisiert einen temporären, 

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Willi Baumeister

Laternen auf Blau

1955

Malerei

Öl auf Hartfaser

65 × 54 cm

Kunstmuseum Bochum

Das kleine, hochformatige Gemälde Laternen auf Blau entsteht im Todesjahr von Willi Baumeister 1955. Ausdrucksstark setzt er eine harmonische Seinsgewissheit trotz oder gerade wegen gewisser formaler und koloristischer Dissonanzen ins Bild.

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René Magritte

Die Zukunft der Denkmäler

1932

Skulptur

Öl auf Gipsguss (Totenmaske Napeoleons)

33,5 × 16,5 × 19 cm

Lehmbruck Museum

Magrittes Objekt Die Zukunft der Denkmäler stellt ebenso eine grundlegende wie selbstreferenzielle Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten »des Bildes« dar. Es spielt mit dem Vermögen von Malerei und Plastik, »zeigt Bedingungen auf, unter 

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Henri Laurens

Der große Amphion

1952

Skulptur

Bronze

226 × 67 × 67 cm

Lehmbruck Museum

In der Skulptur des Amphion zeigt sich Laurens’ Interesse an der körperhaften Verschmelzung musikalischer und architektonischer Formprinzipien. Der Leib bildet hier einen gestalteten Innenraum aus, der überdies als wesentlicher Bestandteil von 

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René Magritte

Die Maske

1928

Malerei

Öl auf Leinwand

73 × 92,5 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

»Manchmal nimmt der Name eines Gegenstandes die Stelle eines Bildes ein.« So formulierte Magritte in »Les mots et les images«. Die zweite Fassung von Die leere Maske kann als die anschauliche Übersetzung dieses Satzes gelten: Worte nehmen die 

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Ossip Zadkine

Rückkehr des verlorenen Sohnes

1956

Skulptur

Bronze

Höhe 119 cm

Kunstmuseum Bochum

Die beiden Figuren, assoziiert als Elternpaar, öffnen sich und lassen einen Leerraum in ihrer Mitte entstehen, indem sich der Umriss einer kleineren Gestalt abzeichnet. In der Skulptur Le retour du fils prodigue wird eine Hand auf der 

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Der gestreckte Krefelder Raum ist vom Boden bis zur Decke komplett weiß. Eine Neonröhre unter der Decke beleuchtet ihn. An den Seitenwänden sind körnige Pigmente zu sehen, die im Farbauftrag eingeschlossen sind. Bereits im ersten Konzept von 

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César

Der Figanières-Mensch

1964

Skulptur

Eisen, verschweißt, auf Metallfuß mit Stellplatte

Objektmaß 260 × 170,5 × 70 cm

Lehmbruck Museum

Aus der zernarbt und zerfressen wirkenden Folie der ineinander-geschweißten Plättchen löst sich genau in der Plattenmitte ein figuratives menschliches Gebilde. César suggeriert, mit dieser verstümmelten Figur den sogenannten L’Homme de 

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Nam June Paik

Befreiungssonate für Fisch

1969

Objekt

Collage aus Briefkouvert mit kleinem getrocknetem Fisch in schwarzem Sperrholzkasten mit Plexiglas auf der Vorderseite

18 × 32,5 × 2,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Der Empfänger des Multiples ist aufgefordert, den ollen getrockneten Fisch, den toten Fisch ins Meer zurück zu setzen. Denn die Beschriftung lautet: »Liberation Sonata for fish / please, return the fish (inside) to the sea / Nam June Paik 

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Adolf Luther

Licht und Materie

1965

Objekt

49 Hohlspiegel in einem quadratischen Aluminiumrahmen

126,3 × 126,3 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Licht und Materie ist ein Instrument des Sehens. Adolf Luthers Objekt zersetzt den reflektierten Betrachterraum in 49 verzerrte Variationen auf jeweils begrenzter Spiegelfläche, die sich mit der Bewegung des Betrachters ständig wandeln.

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Günther Uecker

Lichtkinetisches Nagelobjekt

1960

Kinetisches Objekt

Holzkasten, Nägel, Sperrholz, Elektrik, Glühbirnen, Spiegel, Aluminiumfolie

70 × 70 × 8 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Der Holzkasten, der innen ein quadratisches und benageltes Paneel enthält, ist mit vier in den Ecken versteckten, sequenziell geschalteten Lichtquellenbestückt. Lichteinfall, Schattenspiel und Raumwirkung unterliegen auf diese Weise n in 

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Werner Bauer

Lichtkinetisches Objekt Nr. 20,0

1985

Kinetisches Objekt

Holz, Plexiglas, Motor, Elektrik

82,5 × 82,5 × 24 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Ein Spiel des Lichts und der Bewegung, des Erscheinens und Verschwindens. Lichtkinetisches Objekt Nr. 20,0 aus dem Jahr 1985 zeigt mit auf der Relieffläche wabenförmig angeordneter Plexiglaskegel ein facettenreiches Lichtspiel.

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Heinz Mack

Lichtrelief

1958/59

Objekt

Aluminium auf Hartfaserplatte

25 × 75 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

»Meine Metallreliefs, die ich besser Lichtreliefs nennen möchte, und die allein durch den Druck der Finger geformt werden, benötigen anstelle der Farben das Licht, um zu leben. Spiegelblank poliert, genügt ein geringes Relief, um die Ruhe des 

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Heinz Mack

Lichtzeichnung

1964

Grafik

Sprühlack auf Papier

160 × 105 cm

Kunstmuseum Bochum

Seine Lichtzeichnungen und dynamischen Strukturen stellen eine Zwischenstufe auf dem Weg von der informellen Malerei zur Kinetik dar. Mit ihnen will Mack der Formlosigkeit des Tachismus entgehen, ohne aber klassische Kompositionsformen 

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Anton Stankowski

Lichtzone

1977

Malerei

Öl auf Leinwand

175 × 120 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Das Konstruktionsprinzip des Bildes Lichtzone basiert auf der Verwendung zweier gleich größer, wenngleich unterschiedlich gefärbter und schräg gestellter Formelemente, die Stankowski auch in einer Reihe weiterer Bilder vor allem der 1970er 

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Niki de Saint-Phalle

Lebensretter

1991

Skulptur

Modell (Museum) und Brunnen (Königstraße, Duisburg); Polyester, bemalt, Eisen, Elektromotor

Brunnen-Figur 155 × 148 × 57 cm, Gesamthöhe 304 cm, Sockel 149 × 211 × 171 cm

Lehmbruck Museum

Unmittelbar nach seiner Aufstellung ein Gegenstand des Anstoßes mit allen Aspekten eines Kunstskandals – bei dem es allerdings mehr um soziale und finanzielle Fragen ging als um die Ästhetik des Werkes -, ist der Life Saver von Niki de 

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Jannis Kounellis

Reihe von Köpfen

1978

Skulptur

7 Fragmente von Gipsabgüssen auf 7 Metallkonsolen, schwarze Farbe

Installationsmaß ca. 280 × 22 × 19 cm

Museum Abteiberg

Die sieben (nachgebildeten) fragmenthaften antiken Porträtbüsten, die Kounellis in seiner Linea di teste (Reihe von Köpfen) von 1978 übereinander an einer Wand neu inszeniert, verweisen auf traditionelle Vorstellungen der antiken Skulptur -, 

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Naum Gabo

Lineare Raumkonstruktion Nr. 2

1959/60

Skulptur

Perspex mit Nylonfaden

79,5 × 59 × 59 cm

Lehmbruck Museum

In der Linearen Raumkonstruktion Nr. 2 übernimmt allein der Nylonfaden die Führungslinie zur Konstruktion des Raumes. Die fragile und dennoch voluminöse Konstruktion gleicht einem Gewebe von »Saiten«, das gleichzeitig innere und äußere 

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Günther Förg

Lingotto

1989

Fotografie

Farbfotografie

210 × 180 cm

Museum Abteiberg

Der Lingotto unweit von Turin war bis in die 1980er Jahre Hauptsitz der Fiat-Werke, in die der Architekt Giacomo Matte-Trucco 1926 — 28 eine gekurvte Versuchsstrecke für die automobilen Neuentwicklungen einbaute. Förg, der seine Lingotto-Fotos 

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Francis Bacon

Liegende Figur

1958

Malerei

Öl auf Leinwand

153,5 × 119,5 cm

Kunstmuseum Bochum

»Wer für sein Porträt sitzt, ist aus Fleisch und Blut, und was eingefangen werden muss, ist das, was sie ausstrahlen.« (Bacon, in: Sylvester,1997). Francis Bacon erneuerte mit Bildern wie Lying Figure aus dem Jahr 1958 auf eindrucksvolle Art 

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Arno Rink

Maler und Modell

1986/87

Malerei

Öl auf Hartfaser

160 × 126 cm

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Rinks Gemälde Maler und Modell aus dem städtischen Besitz der Ludwig Galerie in Oberhausen entsteht Ende der 1980er Jahre zu einem Zeitpunkt, als sich neue figurative Strömungen in der europäischen und US-amerikanischen Malerei ebenso 

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Katharina Fritsch

Mann und Maus

1991/92

Objekt

Polyester, Farbe, Stahl

240 × 130 × 225 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

»Normalerweise liegt die Frau im oder auf dem Bett. Bei Füssli sitzt dann so ein haariges, eher männliches Ungeheuer auf der Brust der Frau. Bei Mann und Maus liegt der Mann unten, aber das Ganze bleibt ein Bild der Verzweiflung, des Alpdrucks, 

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Germaine Richier

Gottesanbeterin

1946

Skulptur

Bronze

137 × 80 × 49 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mante religieuse von 1946, die formal eindeutig die biologische, naturalistische Gestalt der Gottesanbeterin (Mantis religiosa) zum Vorbild hat, steigert das sexuell Aggressive nicht nur durch die mehr als hundertfach ins Monumentale 

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Robert Filliou

Marcel Broodthaers, Marianne und ich vorbeigehend

1970

Objekt

Neonpfeil (gelb), Würfel, gerahmtes Foto auf bemalter Holzplatte

Ø 122 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Ein gelber Neonpfeil, vierzehn Würfel, die alle die Augenzahl Eins zeigen, eine gerahmte Fotografie, auf der der Künstler selbst, seine Partnerin, Marianne Staffels, und der gemeinsame (Künstler-) Freund Marcel Broodthaers zu sehen sind: Robert 

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Jean Tinguely

Märchenrelief (Le canard enchanté, Der rasende Gartenzwerg, Der traurige Löwe, Der stolze Adler)

1978

Installation

Eisenrahmen auf Rädern, Gummiriemen, Holz, diverse Räder, Kinderspielzeug, Elektromotoren

Objektmaß 280 × 620 × 150 cm

Lehmbruck Museum

Tinguely fügt im Märchenrelief Schrott-Teile und Fundstücke mit Motoren, Pleuelstangen und Keilriemen zu einer komplexen Montage zusammen. Im Ruhezustand fällt die Betrachtung der Einzelteile leicht – doch dies ändert sich schlagartig, wird die 

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Sigmar Polke

O.T. (Quetta, Pakistan)

1974/78

Malerei

Bronze und Eiweißlasurfarben auf Fotografie

83 × 120 cm

Kunstmuseum Bochum

Das versehrte, von zeichnerischen Spuren überlagerte unbetitelte Bild Sigmar Polkes wirft ebenso Fragen nach den Wahrnehmungsgewohnheiten kultureller Zusammenhänge wie auch nach generellen medialen Verfahren der Bildvermittlung auf.

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Andreas Gursky

May Day IV

2000

Fotografie

Farbfotografie, Diasec-Face, Holzrahmen

205 × 505 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

May Day IV (2000) gehört zu einer Gruppe von Arbeiten, bei denen sich der Künstler mit dem visuellen Erscheinungsbild von Massenevents der Jugendkultur auseinander setzt. Gursky erscheint hier fast als Chronist, der aus der Distanz einen 

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Al Hansen

Mahnmal für Soldaten

1972

Fotografie

15 Fotos auf Tafel

107 × 127 cm, je 23,5 × 16,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mal versteckt das Tuch den gesamten Kopf und gibt nur vage die Position des Mundes zu erkennen, da es offenbar mit dem darunter liegenden Mund zusammengekniffen wird, mal zeigt sich das Schwarz eines aufgerissener Mund durch eine Öffnung. Die 

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Reiner Ruthenbeck

Metallplatte mit Sehschlitz

1971

Skulptur

Metall, schwarz lackiert

Objektmaß 200 × 100 × 0,3 cm

Lehmbruck Museum

Die Metallplatte mit Sehschlitz von 1971 besitzt die Maße einer realen Tür. Auch der Sehschlitz ist dort eingesetzt, wo wir ihn erwarten. Unser Voyeurismus ist angesprochen, Erinnerungen werden geweckt.

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Jean Tinguely

Méta-Matic-Zeichnung

1959

Zeichnung

Zeichnung der kinetischen Skulptur Méta-Matic N°7

Museum Ostwall im Dortmunder U

Tinguely hat seine Zeichenmaschinen interaktiv eingesetzt: Aktionsteilnehmer oder Museumsbesucher konnten selbst Stifte und Papier einsetzen und so Farbwahl oder Dichte der Zeichnung beeinflussen. Méta-Matic-Zeichnung von 1959 stellt das 

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Jürgen Partenheimer

Metaphysischer Realismus (E.M.)

2001

Malerei

Acryl auf Leinwand

157 × 104 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit den Mitteln der abstrakten Kunst hält Partenheimer seine Empfindungen – ausgelöst durch die Wahrnehmung der Natur und die Auseinandersetzung mit Munchs Motiven – fest. Seine Formen sind zurückgenommen und assoziativ eingesetzt. Diese 

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David Rabinowitch

Metrical Constructions (Romanesque) in 5 Masses and 2 Scales IV

1975/77

Skulptur

Stahl

325 × 250 × 9,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Weder Plattenformat und Anordnung, noch die Bohrlöcher folgen einer logischen Ordnung oder erinnern auch nur an bekannte Formen. David Rabinowitchs Skulptur Metrical Contruction (Romanesque) in 5 Masses and 2 Scales aus den Jahren bezieht sich 

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Phil Sims

MG 914

1991

Malerei

Öl auf Leinwand

122 × 122 cm

Clemens Sels Museum Neuss

An Damast erinnert die kunstvoll strukturierte Außenhaut des Werkes MG 914, dessen hochkomplexe Farbqualität als Creme oder Chamois zu charakterisieren wäre. Eine eindeutige Bezeichnung fällt schwer, da das Gemälde seine Intensität nicht 

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Bernard Schultze

Migof Triptychon

1964

Malerei

Mischtechnik auf Leinwand

Tafeln außen 190 × 150 × 30 cm, Mitteltafel 190 × 190 × 15 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

»Migof ist für mich nur eine ungefähre Namensbenennung dieser Gebilde, die zwischen den anderen Geschöpfen stehen, zwischen Tier, Pflanze, Mensch.« (B. Schultze, in: Ausst.Kat. Bernard Schultze. Die Welt der Migofs, Kunsthalle Baden-Baden, 

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Eduardo Chillida

Raumformung II

1963

Skulptur

Eisen, geschmiedet

57 × 78 × 61,5 cm

Lehmbruck Museum

Die prozesshafte Vergegenwärtigung und Verdichtung von Raum ist in Modulation d’espace von Eduardo Chillida das Hauptthema der Gestaltung. Die Formen erzeugen erst in ihrer Verklammerung und Durchdringung Volumen und formieren sich in Analogie 

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Yves Klein

Monochrom blau, (IKB 98)

1957

Malerei

Pigmente in Kunstharz auf Leinwand auf Spanplatte

ca. 75 × 55 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Das monochrome Bild ist für Yves Klein das Medium der Farbsensibilität und damit Träger des Immateriellen. Monochrom blau, ohne Titel (IKB 98) aus dem Jahre 1957, ein mit seinen leicht abgerundeten Kanten durchaus typisches Bild, zeigt in der 

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Yves Klein

Monogold, MG 11

1961

Malerei

Blattgold auf Holz

74,5 × 59,5 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

So wie Yves Klein der Farbe Blau ein großes Spektrum an inhaltlichen und metaphorischen Bezügen abgewann, war auch die Beschäftigung mit Gold mehr als die Erweiterung seiner Palette um einen neuen Farbton. Gemäß der Beschaffenheit des kostbaren 

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Jeff Wall

Morgenputz — Mies van der Rohe Foundation, Barcelona

1999

Fotografie

Cibachromtransparent in Leuchtkasten

206 × 370 × 26 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Er spielt eine künstlerische Ordnung gegen eine »Alltags«-Ordnung aus. Die geradezu kristalline Struktur der Architektur van der Rohes wird in Jeff Walls Fotographie Morning Cleaning ausgerechnet durch den Akt der Reinigung, das Schaffen von 

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Andy Warhol

Meist gesuchter Mann Nr. I, John M.

1963

Grafik

Siebdruck auf Leinwand

2 Teile, je 123,7 × 100,7 × 3,3 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Auf den ersten Blick veränderte Warhol an den Vorlagen seiner Siebdruckserie nichts: er vergrößerte die Fotografien der Gesuchten, die er von den Fahndungsplakaten der Polizei übernommen hatte und platzierte bzw. formierte sie lediglich neu. 

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Frank Stella

Moultonville IV

1966

Malerei

Acryllack und Epoxydharz auf Leinwand

310 × 215 cm

Kunstmuseum Bochum

Die Werkgruppe der Eccentric Polygons bzw. Moultonville, die neben Acrylbildern auch Lithografien umfasst, stellt einen weiteren folgerichtigen Schritt in Stellas gegen jeden Illusionismus gerichtete »non-relational-painting« dar. Mittels 

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Uwe Loesch

Mozart, Kunst im Quartett — Günther Kieser, Ottfried Zielke, Max Slevogt, Wilhelm Neufeld

2006

Plakat

Offsetdruck

84 × 59,5 cm

Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang

Loesch stiftet Verwirrung in einem für das Plakat generell wesentlichen Bereich: Er rüttelt ebenso an Lesbarkeit wie Kommunikationsorientierung des Mediums. Es entsteht jedoch eine bildhafte Textstruktur in Relation und Abhängigkeit zum 

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Andreas Gursky

Mülheim an der Ruhr, Angler

1989

Fotografie

Farbfotografie hinter Plexiglas

215,5 × 277,5 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Die Fotografie Mülheim an der Ruhr von Andreas Gury zeigt dasjenige, das wir an dem angegeben Ort am wenigsten vermuten würden: eine (scheinbar) unverstellte Landschaft, eine romantisch-idyllisierende Ansicht eines baumüberwucherten Flusslaufs, 

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Candida Höfer

Museum für Völkerkunde Dresden I

1999

Fotografie

C-Print

120 × 120 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Fotografie Museum für Völkerkunde Dresden I birgt ganz wesentliche Hinweise auf das museale Sammlungs- und Ausstellungsgeschehen: Wohlgeordnet sind die bereits einheitlich rot angestrichenen Präsentationsgegenstände platziert, nach Größe 

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Käthe Kollwitz

Mutter mit zwei Kindern

1923/37

Skulptur

Bronze

77 × 79 × 84 cm

Lehmbruck Museum

»Nach zahlreichen Darstellungen von Müttern mit Kindern sagte ich mir, jetzt muss einmal für meinen Begriff erschöpfend dieses Thema für mich gelöst werden. So entstand die große Gruppe von der Mutter mit den beiden Kindern.« (W. Timm, Käthe 

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Gerhard Richter

Mutter und Tochter

1965

Malerei

Öl auf Leinwand

180 × 110 cm

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Richters auf einer Fotografie basierendes Gemälde reduziert im Titel den Gehalt der Vorlage auf Mutter und Tochter – handelt es sich doch tatsächlich um das Bild der hier von ihrer Mutter begleiteten Brigitte Bardot. Das Sujet wird aber auf 

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Ilja Kabakov

Die Hütte meines Großvaters

1998

Objekt

Holz, Dachpappe, Hocker, Spielzeuglandschaft, Glühbirne

204 × 430 × 240 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Der Besucher betritt die einfache, von außen recht flach wirkende Bretterbude durch einen Korridor, der wie bei einer so genannten Lichtfalle verhindert, dass allzu viel Helligkeit in die Hütte dringt, wenn man die Tür öffnet. Kabakov hat in My 

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Der Entstehungshintergrund von Ruffs Fotografie Nacht 19 III von 1995 sind die omnipräsenten Fotografien und Filmaufnahmen, die während des Golfkrieges im Jahr 1991 um die Welt gingen. Sie dokumentierten das Kriegsgeschehen vermeintlich 

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Jörg Immendorff

Naht Brandenburger Tor — Weltfrage

1982/83

Skulptur

Bronze

340 × 605 × 310 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Naht Brandenburger Tor – Weltfrage zeigt fünf auf einem Fundament ruhende mächtige Pfeiler, die von einem flachen »Gebälk« gekrönt werden. Die Skulptur von Jörg Immendorf erinnert an die charakteristischen Bauelemente des Brandenburger Tors. 

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Gotthard Graubner

Nänie

1984/86

Malerei

Acryl und Öl auf Leinwand, Synthetikwatte auf Leinwand, Keilrahmen

350 × 250 × 12 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Nänie aus dem Jahr 1984/86 zählt zu den seit Beginn der 1970er Jahre entstehenden Farbraumkörpern, mit deren kissenartiger Raumpräsenz sich – trotz beibehaltenen Bildformats – Gotthard Graubners Abwendung vom traditionellen Tafelbild vollzieht.

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Robert Ryman

Napier II

1962

Malerei

Öl auf Leinwand

123,5 × 123,5 cm

Museum Abteiberg

Obwohl Napier II eines der seltenen frühen Bilder Rymans ist, zeigt es bereits charakteristische Gestaltungselemente, denn Ryman hat sich selbst von Anfang an Beschränkungen auferlegt, denen er treu geblieben ist. Zu den Konstanten gehören das 

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Der Künstler führt eine neue Ordnung in Malerei und Zeichnung ein, die sich aus dem Akt der Beobachtung und situativen Erfahrung ergibt. Diese spezielle Form der Erschließung der natura morta von Giorgio Marandi muss der Betrachter erst 

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George Braque

Stilleben mit Harfe und Violine

1911

Malerei

Öl auf Leinwand

116 × 81 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Alle zusammenhängenden Formen und Ansätze dreidimensionaler Körper im Bild werden in Flächensegmente gebrochen, die sich zu einem ganz eigenen kompositorischen Rhythmus zusammenfügen. Stilleben mit Harfe und Violine markiert einen Höhepunkt des 

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Menashe Kadishman

Negativ-Bäume

1974

Skulptur

Eisen

8 Teile, je 505 × 258 × 42 cm

Lehmbruck Museum

Aus der Ferne betrachtet fügt sich Menashe Kadishmans leicht versetzt nebeneinanderstehende Gruppe von Negativ Bäumen gleichermaßen zum »Wald« wie zu einer bühnenhaften Konstruktion, die einen begrenzten Bereich der Landschaft zusammenfasst.

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Francois Morellet

Neons by Accident (16 Kreisbögen)

2003

Installation

16 Leuchtstoffröhren (rot)

Leuchtstoffröhren, je 200 cm, Installationsmaß 400 × 500 × 700 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Neons by accident besteht aus 16 gleichen, leicht gebogenen Neon-Leuchtstoffröhren. In ungleichmäßigen Abständen sind sie in kunstvoll gestalteter Unordnung, an Wänden und Boden verteilt angebracht. Legte man sie zusammen, ergäben die Formen 

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Martin Parr

New Brighton, Merseyside

1983 86

Fotografie

C-Print

26,7 × 33,3 cm

Museum Folkwang

Hauptsächlich Frauen und Kinder warten in Badeanzug, Bikini oder mit umgewickelten Handtuch und genervtem Gesichtsausdruck auf ihren Hotdog. Alles andere als ein mit Erholung und Entspannung verbundenes Urlaubsgefühl versprüht die von Martin 

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Gerhard Hoehme

Nice Pa Te

1968

Objekt

Acrylfarbe auf Spiegelfolie, Plexiglas, Polyäthylenschnur

170 × 150 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Nice Pa Te ist eher ein assemblageartiges Objekt, denn ein malerisches Werk. Die Arbeit ist ein Beispiel für Gerhard Hoehmes Umwidmung der Bildfläche zur Transformationsebene, deren »wichtigste Funktion« darin besteht, »Anschlüsse und 

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Richard Serra

No. I

1969

Skulptur

Antimon-Blei, 2 Platten, 1 Stab

Installationsmaß 135 × 250 × 135 cm

Museum Abteiberg

Die beiden hochkant gestellten Platten von No. I sind leicht gekippt, haben somit nur wenig Bodenkontakt und werden in ihrer labilen Position lediglich gehalten von der gegenläufig schräg angelehnten Metall-Rolle. Ein verhaltenes Gefühl des 

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John Cage

Not wanting to say anything about Marcel

1969

Objekt

8 Plexiglasscheiben auf Holzsockel bedruckt

Plexiglasplatten, je 35,5 × 50,7 cm, Plexiglasdeckelplatte 27,5 × 60,8 cm, Sockelplatte 36,7 × 60,8 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Um den bedeutenden Wegbereiter der Konzept- und Objektkunst zu ehren, mit dem er im New York der 1940er Jahre häufig zusammengekommen war, schuf John Cage in Zusammenarbeit mit Calvin Sumsion seine größte bildnerische Arbeit und nannte sie, in 

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Emil Schumacher

November

1987

Malerei

Öl und Pigment auf Leinwand

63 × 80 × 6 cm, Rahmenmaß 78 × 93 × 8 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

November ist eines der Bilder, an dem sich Schumachers Faszination für das Farbpigment ablesen lässt. Stets versuchte er, die stoffliche, zur Berührung herausfordernde Qualität des ungebundenen Malmittels auf den Bildträger zu binden, ohne 

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Hans Geipel

Nr. 8 (70/444)

1970

Kinetisches Objekt

Metall, Motor, Lichtquelle

96 × 25 × 25 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Entscheidend ist nicht das Objekt selbst, sondern die entstehenden Licht- und Schattenformen im Umraum und damit auch der Umraum selbst. Eine Lichtquelle beleuchtet Hans Geipels kinetischen Objekt Nr. 8 (70/444) von außen so, dass das Licht vom 

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Aus einer unruhigen blauen Farbfläche scheinen Fabelwesen empor zu steigen, die ebenso vogelartig wirken wie einzelligen Amöben gleichen. Mit seinem zeichnerischen, geradezu anarchischen Vorgehen folgt Lucebert jenen kollektiven Forderungen der 

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Jackson Pollock

Nummer 32

1950

Malerei

Lackfarbe auf Leinwand

269 × 457,5 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Number 32, 1950 gehört – zusammen mit One: Number 31, 1950 und Autumn Rhythm: Number 30, 1950 - zu Polloks Gruppe der wandbildartigen Großformate des Jahres 1950, in der der Künstler sein innovatives Bildverfahren des Dripping 

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Regine Schumann

o.T. (colormirror miami)

2007

Objekt

5 farbige, fluoreszierende Acrylglasplatten montiert

86 × 36 × 5 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Schumann überhöht mit technischen Mittel des Farbwechsels die Intensität und Ausdrucksstärke ihrer fluoreszierenden Farbkästen. Durch den im Titel mitgegebenen Begriff colormirror verweist sie zugleich auf den Spiegeleffekt der Acrylgläser.

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Günter Tollmann

o.T. (Mobiles Objekt)

um 1968

Kinetisches Objekt

Edelstahl, Kugellager

225 × 200 × 200 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Das hochglänzend polierte Stahlobjekt, das schon an seiner Oberfläche den farbigen Umgebungsraum reflektiert, wird neben seiner Funktion als Standortmarkierung gleichsam zum Zeigeinstrument, zum abstrakten Wegweiser, der aus dem unmittelbaren 

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Max Ernst

Mobiles Objekt, den Familien empfohlen

1936

Kinetisches Objekt

4 Teile, Holz, Fundstücke und Hanf

98,5 × 57,5 × 46 cm

Lehmbruck Museum

In Abwandlung von Marcel Duchamps Objektbestimmung des Ready-mades wird das »objet trouvé« nach surrealistischem Objektverständnis nicht vorrangig wegen des ästhetischen Wertes, sondern wegen der möglichen poetischen Deutung ausgewählt und als 

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Gerard Deschamps

Ohne Titel »oT«

1961/62

Objekt

Holz, Plane, Segeltuch, bemalt

29 × 37 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die unbetitelte Arbeit aus dem Jahr 1961/62 zeigt eine teils beschädigte, orangefarbene Plane mit umlaufenden Holzrahmen, die erkennbare Gebrauchsspuren aufweist. In der Entscheidung, diesen Gegenstand zu verwenden und durch Spannung, Rahmung, 

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Ulrich Erben

Ohne Titel (5 Blätter)

1976

Malerei

Öl auf collagiertem Karton

3 Blätter, je 100 × 75 cm, 1 Blatt 99,5 × 74,5 cm, 1 Blatt 99 × 74 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Ausgangspunkt von Ulrich Erbens subtilen Farbvariationen ist das ornamentale Prinzip von Figur und Grund. Seine fünf gleichformatige Arbeiten Ohne Titel aus dem Jahr 1976 (100 × 75 cm) präsentieren sich als spannungsreiche Collagen, bestehend 

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Katharina Grosse

Ohne Titel (5-teilig)

2001

Malerei

Acryl auf Arches Bütten

5-teilig, je 75,5 × 56 cm

Clemens Sels Museum Neuss

In der fünfteiligen unbetitelten Bildfolge Grosses wird für den Betrachter der Prozess des Malaktes und der Bildentstehung konkret in verschiedenen farblichen Varianten vermittelt. In den Arbeiten steht gleichermaßen das Verhältnis der 

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Erwin Heerich

Ohne Titel (aus der Gruppe »Architektonische Landschaft«)

1975

Skulptur

Holz, weiß gestrichen, 8 Teile

50 × 190 × 10 cm

Lehmbruck Museum

Die kleinen Holzskulpturen bilden ein Ensemble einer modellhaften plastischen-architektonischen Landschaft, zu der auch das mehrteilige Tableau als Unterbau und integraler Bestandteil gehört. Weit auseinanderliegend platzierte Raumkörper 

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Phil Sims

Ohne Titel (Creme / Rot / Schwarz)

1984

Malerei

Öl auf Arches Frances Bütten

58 × 76 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Das anonyme quadratische Format und die jeweilige Einfarbigkeit der einzelnen Blätter des unbetitelten Dreier-Sets verweisen zunächst auf ein kühles konzeptuelles Vorgehen. Doch Phil Sims arbeitet mit einem sinnlichen Gespür für das Besondere 

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Dmitrij Aleksandrovic Prigov

Ohne Titel (Fünf Dosen)

1975

Objekt

Collage auf Blechdose

Sovetskaja banka/Sowjetische Dose 15,5 × 7,5 cm, Banka Troicy/Dose der Dreieinigkeit 12,5 × 7,5 cm, Banka malen’kogo celoveka/Dose des kleinen Menschen 7,5 × 3 cm, Russkaja banka/Russische Dose 16,6 × 7,5 cm, Dose mit Schnipseln 11 × 7,5 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Die Suppendose, mit der us-amerikanischen Pop Art zu neuen Würden gelangt, ein lagerfähiges, pragmatisches Stück mit nahrhaftem Inhalt, nutzt auch der Konzeptkünstler Prigov in der fünfteiligen Arbeit Ohne Titel (Fünf Dosen) von 1975 als Ding, 

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Norbert Kricke

Ohne Titel (Kricke 27.8.83)

1983

Zeichnung

Ölkreide auf Papier

50 × 70 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Das unbetitelte Linienbündel Norbert Krickes zeichnet sich bei genauerer Betrachtung sowohl durch Bewegung wie durch Ruhe aus. Wie die Ruhe vor dem Sturm, so tritt die Zeichnung, etwa einem Vexierbild ähnlich, vor dem weißen Umfeld vor und 

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Tomoharu Murakami

Ohne Titel (Rot-Schwarz)

1986

Malerei

Öl, Acryl auf Japanbütten

83 × 64 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Der Gegensatz zwischen Aktion (Rot) und dem Verlöschen (Schwarz) erscheint als fundamentale Ausdrucksform des Künstlers. In Murakamis unbetiteltem Gemälde fließen die beiden unterschiedlich konnotierten Farben zu einem ambivalenten Ganzen 

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Tomoharu Murakami

Ohne Titel (Schwarz)

1986

Malerei

Öl, Acryl auf Japanbütten

83 × 63 cm

Clemens Sels Museum Neuss

Die maximale Präsenz der Farbe Schwarz ist ihm Anliegen. Beinahe substanzlos scheint ein facettenreiches dunkles Violett-Blauschwarz vor dem Bildfond im unbetitelten Gemälde Murakamis zu schweben oder verweist an anderer Stelle als tiefste und 

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Wols

Ohne Titel (Tache, links gezackte Linie)

1955

Grafik

Radierung

10,7 × 7,4 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Radierung Tache, links gezackte Linie konfrontiert den Betrachter mit einem undurchdringbaren formlos erscheinenden Geflecht von statischen und flüchtigen Formen. Immer wieder wird das höchst instabile Gefüge unterbrochen von ruhigen, leer 

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Serge Poliakoff

Ohne Titel (Tempera 20 F)

ohne Jahr

Malerei

Tempera auf Leinwand

72,5 × 60 cm, Rahmenmaß 74,5 × 61,5 × 3 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Serge Poliakoffs Konzentration auf reine Farben, starke Farbkontraste oder nuancierte Abfolgen verwandter Farbtöne sowie sein gewandter Umgang mit Proportionen und Rhythmen, über den auch das unbetitelte Dortmunder Gemälde Zeugnis gibt, 

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In der Plastik Vogel-Kopf hat Max Ernst zwei zentrale Motive seines Werkes in Deckung gebracht: das Auge und den Vogel. Das Auge der Sphinx steht »einerseits für das Welträtsel und über die Eiform für die Entstehung einer neuen Welt, 

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Jean Tinguely

Olympia

1960

Kinetisches Objekt

Maschine, bestehend aus Teilen zweier alten Schreibmaschinen, Elektromotor

120 × 44 × 34 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Olympia ist ein geschweißtes Objekt aus zahlreichen Einzelteilen zweier zerlegter Schreibmaschinen sowie aus Drähten und einem Elektromotor. Tinguelys Maschine ist ohne jegliche praktische Funktion. Ihr einziges Produkt ist ihre eigene 

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George Rickey

One Up One Down Gimbaled Wall

1990

Kinetisches Objekt

Silizium, Bronze

143 × 35 x (71) cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die Spitzen halten im Ruhezustand einen Abstand von ca. 1 cm, durch Luftzug oder Wind werden die Zeiger jedoch in langsame, wohlausgewogene Pendel- und Schwingbewegungen versetzt, ohne sich je berühren zu können. Rickey gelingt es, aus wenigen 

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August Macke

Paar auf dem Waldweg

1913

Malerei

Öl auf Pappe

Bildmaß 81,5 × 61,5 cm

Lehmbruck Museum

In der Komposition Paar auf dem Waldweg formuliert Macke den Buntfarbeneinsatz von Matisse wie die Buntfarbenverwebung von Delaunay auf seine eigene, ruhig-geklärte Art und Weise. Er steigert die Durchdringung komplementärer Farbwerte auf der 

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Otto Mueller

Paar in der Kaschemme

um 1921/22

Malerei

Leimfarbe auf Rupfen

Bildmaß 110 × 85,5 cm

Lehmbruck Museum

Das Paar in der Kaschemme demonstriert sexuelle Schamlosigkeit, freilich im Zeitkontext der 1920er Jahre betrachtet, in dem eine neue körperliche Freizügigkeit in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen Raum greift.

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Emil Schumacher

Paracelsus

1967

Malerei

Öl, Kunstharz Assemblage auf Holz

193 × 203 cm

Museum Folkwang

Paracelsus aus dem Jahr 1967 gehört zu Schumachers besonders kraftvollen Kompositionen. Das auffallend große, rot akzentuierte Bild auf einer Holztafel hat der Künstler mit dem Hammer an mehreren Stellen zertrümmert – ein gewaltsamer Akt der 

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Anne und Patrick Poirier

Vom Blitz getroffene Landschaft

1982 84

Installation

Holzkohle, Plexiglas

1200 × 600 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Die unheilvolle Schwärze, die über dem Gebilde liegt, gibt bereits einen ersten erzählerischen Grundton der Landschaftsdeutung vor. Die zusammengetragenen und neu zusammengefügten Reste einer verkohlten Stadt versetzen die Betrachtenden der Vom 

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Joan Miró

Rhythmische Figuren

1934

Malerei

Öl auf Leinwand

193 × 171 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Einige Figuren mit ihren geschwungenen Formen erinnern vage an menschliche oder tierähnliche Gestalten. Das Bild Personnages rhythmiques (Rhythmische Figuren) zeigt Phantasiegebilde in klar begrenzten Formen in Schwarz, Weiß und den reinen 

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Paul McCarthy

Peter Paul

2001 02

Installation

Körperabguss aus Gips und Ton, Gussmodell aus Fiberglas, Körperfragment aus Gips in Kartonschachtel, 2 Transportkisten

200 × 600 × 700 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die Installation Peter Paul ist zugleich Selbstporträt, künstlerisches Resümee und Memento mori. Stand der Körper bei ihm stets als sozial konstruiertes Gebilde zur Debatte, porträtierte der nunmehr 57-Jährige McCarthy mit dem Selbstporträt der 

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Alexander Calder

Petit mobile sur pied

1971

Objekt

Blech, Draht, bemalt

32 × 36 cm

Kunstmuseum Bochum

Er montiert im Petit mobile sur pied ein »Stabile« mit einem kompositorisch scheinbar untergeordneten Mobile. Doch das Mobile erschließt in seiner gelenkigen Beweglichkeit alle durch seine Achsenlängen und Blechformen definierbaren Raumpunkte 

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Piece LXVIII aus dem Jahr 1968 zeigt die Verwendung vertrauter Metallgegenstände. Caro strebt nach einer Visualisierung von Raumspannungen, wenn er allseitig offene Gebilde aus unterschiedlichen vorgefundenen Metallstücken zusammenschweißt und 

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K.O. Goetz

Piri

1967

Malerei

Mischtechnik auf Leinwand

175 × 145 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Auf der großen monochromen Fläche der hell grundierten Leinwand zieht der Künstler seine schwarze Farbe nicht mit dem Pinsel sondern mit dem Rakel in breiten Bahnen. Ein schmales Dreieck, das in der Mitte des Gemädes Piri ausgespart ist und die 

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Wechselweise lässt das Entschwinden des einen Farbtons einen anderen umso intensiver hervortreten. Die visuelle Erschließung von Antonio Calderaras Pittura-Giallo erfolgt über die Relationen und Wechselwirkungen dieser tonalen Farbabstufungen, 

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Pol Bury

Bewegliche Ebenen

1953

Objekt

Schwarz und Gelb gestrichene Masonit-Platten

Ø ca. 163 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Der Betrachter soll »sein« Bild selber gestalten, indem er verschiedene Konstellationen ausprobiert, schließlich eine auswählt und diese betrachtet. Die Farbfelder der Plans mobiles sind auf einer beweglichen Achse hintereinander montiert, so 

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Juan Muñoz

Plaza

1996

Installation

27 Figuren, Stoff, Polyester, Kunstharz, Pigment

Figurenhöhe, je 140 cm, Kreis Ø ca. 550 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

»Meine Charaktere verhalten sich manchmal wie ein Spiegel, der kein Bild reflektiert. Sie existieren, um dir etwas über das Sehen zu sagen, aber sie können es nicht, da sie dich nicht dich selbst sehen lassen.« (Muñoz, in: Ausst.-Kat. Chicago 

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Thomas Demand

Podium

2000

Fotografie

Farbfotografie, Diasec-Face, Aluminiumplatte

296 × 178 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Seine Bilder stellen einen akribischen Nachbau von historisch bedeutsamen Bildern dar, die jedoch gleichfalls Platz lassen für die eigenen Imaginationen und Projektionen. Podium (2000) bezieht sich mehr oder weniger unmittelbar auf den 

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Johannes Cladders (Caesar)

Poem

1962

Objekt

7 beschriftete, bezeichnete Pappstreifen (3 mit Blättern, Netzgeflecht und Heftstreifen collagiert), 2 Titelstreifen

Streifen, je 2,5 × 7,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Spielerisch vermag das Objekt die Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem, zwischen Begriff und Bedeutung erschließbar zu machen. Doch stehen sich in Cladders Poem die aufeinander bezogenen Elemente nicht zwangsläufig gegenüber. Der 

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Kenelm Cox

Poetry Clock

1966

Kinetisches Objekt

Gestreifte Holzplatte, Elektromotor und Getriebe, Zeiger, an deren Ende sich die Buchstaben des Wortes POETRY befinden

28 × 24 × 12,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Setzt sich das motorisierte Objekt Poetry Clock in Gang und drehen sich die gegenüberliegenden Buchstaben P-T, O-R, Y-E und R-O um die zentrale Achse, formieren sich allerlei sinnvolle, sinnlose oder lautmalerische Buchstabenkombinationen. Der 

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Sean Scully

Pomes Penyeach

1994

Grafik

Radierung auf Bütten

13 Blätter, je 55,3 × 41,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Rasterungen auf kleinstem Raum, Flächenstrukturierungen, Querstreifen, die auf Raster treffen… Die kleinen Formate der Pomes Penyeach Serie muten wie intime Studien an. Sie erscheinen wie Übersetzungen von großformatiger Malerei in zarte 

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Mag auch Maillols Gestaltung des »Fleischs« mit Grübchen und Wülsten dem akademischen Körperideal deutlich zuwiderlaufen, kurze Beine und ein schwer lastender Rumpf Bezüge zu antiken Vorbildern erschweren – so galten seine Figuren doch den 

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Pol Bury

Ponctuation I (1110 weiße Punkte verlassen ein Loch)

1964

Kinetisches Objekt

Holzkasten, schwarze Nylonfäden mit weißem Kopf, Elektromotor

52 × 52 × 20 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Aus einer kreisförmigen Aussparung eines schwarzen Holzkastens ragen, wie der Titel verrät, 1110 schwarze Nylonfäden mit kleinen weißen Köpfen heraus. Betrachtet man das Objekt Ponctuation I von Pol Bury genauer, bemerkt man, dass sich die 

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Pol Bury

Punktierungen

1962/63

Objekt

rotes Masonit, Metalldraht, weiße Bällchen, elektrischer Motor

47 × 47 × 39 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Schon bei normaler Beleuchtung und ohne die Inbetriebnahme der die Fäden in Bewegung setzenden Mechanik entsteht aus den Tupfen und Nylonfäden der Ponctuations von Pol Bury, ein äußerst lebendig wirkendes plastisches Bild.

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Timm Rautert

Porsche Zuffenhausen 1968

1968

Fotografie

Vintage-Print, Bromsilbergelatine

50 × 60 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Das Szenario ist von Rapport, Reihung, von Richtung und Serialität bestimmt. Die Fotoserie Porsche Zuffenhausen stellt den Ausgangspunkt für Rauterts Auseinandersetzung mit dem Thema »Arbeit« in der industrialisierten, schließlich hoch 

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Timm Rautert

Porsche Zuffenhausen 1992

1992

Fotografie

C-Print Diasec

70 × 100 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Ein Unterschied zwischen fotografischer Betriebsdokumentation, Werbefotografie und dem künstlerischen Bild ist nicht erkennbar und offenbar auch nicht intendiert. Rautert bedient sich in Porsche Zuffenhausen 1992 ästhetisierenden 

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Thomas Ruff

Porträts (Andrea Kachold, Elke Denda, Monika Baer, Pia Fries)

1985 87

Fotografie

C-Print auf Plexiglas

je, 212 × 167,5 × 4,4 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Mit der Neuformatierung auf immerhin etwa dreifache Größe des Vorbilds verändert sich der Rezeptionskontext der Fotografie erheblich, verlagert sich die Bedeutung, wird »das Bild so wichtig wie die dargestellte Person, weil es nicht nur diese 

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Norbert Radermacher

Posten

1989

Skulptur

Bronze, poliert

Höhe 118 cm, Ø 8,5 cm

Lehmbruck Museum

An der Schwelle der lärmenden Düsseldorfer Straße zum stillen Museumsterrain des Kant-Parks entstand 1989 Rademachers dialogisch aufeinander bezogenes Pfostenpaar, das anschaulich zwischen dem Objekt der Kunst und einem markierenden 

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Otto Piene

power-flower

1967

Objekt

Metall (Kugel und Halbkugel, Rundstab), verchromt, 430 Neon-Birnen, Zeitschaltung

Höhe 190 cm, Kugeln Ø 40 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Das Blühen und Verblühen einer Blume, das Wachsen und Vergehen, das den Naturkreislauf bestimmt, wurde 1967 in Otto Pienes power-flower mit leuchtend-technoiden oder glänzenden Materialien und moderner Technik künstlerisch interpretiert.

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Wolf Vostell

Prager Brot

1968

Objekt

Weizenmischbrot, Plastik-Badethermometer, Eisen, bemalt

22 × 11 × 6,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Titel und Entstehungsjahr geben Hinweise auf das politische Zeitereignis, das Vostell zu der ungewöhnlichen Gegenstandskonstellation Prager Brot veranlasste, weiteren Aufschluss gibt die Verwendung der goldenen Farbe, mit der das Brot bemalt 

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Hann Trier

Frühling

1964

Malerei

Eitempera auf Leinwand

146 × 130 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Die Buntfarben sitzen wie ein Tagesfang im ausgeworfenen Netz der Zeit. Wird die beidhändige, gestische Malweise vorausgesetzt, die Trier sich erarbeitet hat, so artikuliert sich die rechte Bildhälfte von Primavera klarer in Hinblick auf eine 

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Martha Laugs

Priscilla

1994

Fotografie

Inkjet auf PVC-Plane

180 × 200 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Priscilla ist das digital verfremdete und überarbeitete fotografische Abbild eines in Nevada durchgeführten Atombombenversuchs. Martha Laugs konfrontiert den Betrachter mit dem Symbol des 20. Jahrhunderts, dass einerseits für die 

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Victor Vasarely

Quami

1950/58

Malerei

Öl auf Leinwand

110 × 100 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

In Quami zeichnen sich zwei, für Vasarelys weitere Auseinandersetzung mit Farbe und Form wesentliche Entwicklungen ab: Einerseits ist es das später systematisch entwickelte Spiel mit dem Figur-Grund-Verhältnis. Andererseits ist es das 

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Jan J. Schoonhoven

R 60 22

1960

Skulptur

Relief, Papiermaché und Latex auf Holz

50 × 65,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Die Struktur scheint nahezu gewachsen, Licht und Schattenpartien verteilen sich eigengesetzlich über die Struktur und in den Zellenräumen. Mit dem momenthaften Wechsel der Betrachterperspektiven und Lichtsituationen steigern sich die 

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Jan J. Schoonhoven

R 74 8

1974

Objekt

Papiermaché auf Holzplatte

113,5 × 132 × 7,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Die Einfachheit steht im Kontrast zur Komplexität der Wahrnehmungserfahrung der sich ständig wandelnden Licht- und Schattenformationen, die auch durch die Position des Betrachters im Raum bedingt wird. Schoonhovens querrechteckig angelegtes 

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Jan J. Schoonhoven

R 77 11

1977

Skulptur

Relief, Pappe, Papier und Latex auf Holz

140 × 125 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Durch Größe wie auch Vielzahl und Kleinteiligkeit der Hohlformen und trotz der Regelmäßigkeit des Systems in Schoonhovens R 77 — 11 stellt sich – in Abhängigkeit von den Beleuchtungsverhältnissen im Raum – eine unruhige Licht- und 

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Jan J. Schoonhoven

R 89 5

1989

Skulptur

Pappe, Papier, Holz, Latexfarbe

126 × 86 × 2 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

»Das Helldunkel ergibt sich aus der tatsächlichen Wechselwirkung zwischen weißem Relief und Licht. (…) Die Interaktion von Relief und Licht ermöglicht optische Sensationen, die es sonst nicht gäbe: Ermöglichung, nicht Darstellung, ist das 

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Norbert Kricke

Raumplastik »Hornisse«

1955/56

Skulptur

Stahl, vernickelt

mit Sockel 37 × 49,5 × 26 cm

Lehmbruck Museum

Die Raumplastik Hornisse von 1955/56 zeigt eine verschlungene Formation mehrerer gewundener Drähte aus vernickeltem Stahl, denen ein kleiner Sockel als Auflager dient. Wichtigstes Kennzeichen dieses dynamisch-kämpferischen Gebildes ist seine 

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Raumplastik Kugel von 1955 zeigt eine dichte Formation mehrerer dynamisch-gewundener Metallstäbe unterschiedlichen Umfangs, die vektorenähnlich alle Dimensionen des Raumes kennzeichnen. Volumen entfaltet sich nur als Formnegation, wird nur zart 

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Norbert Kricke

Raumplastik Weiß

1975

Installation

Beschichtetes Stahlrohr

264 × 372 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Je nach Standpunkt beschreibt die Raumplastik Weiß entweder eine Quaderform, ein Dreieck oder eine Linie; ihre Form erscheint im einen Fall offen, im anderen geschlossen, in jedem Fall aber bezieht sich das lineare Gefüge auf das Raum-Volumen. 

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Bruce Nauman

Raw War

1971

Grafik

Lithographie auf Arches Papier

56,8 × 71,7 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

In dem Wechselspiel von »WAR« (Krieg) zu »RAW« (roh, wund, grob, ungeschlacht) in RAW WAR von 1971 entfalten sich Sinngehalte, die sich gegenseitig kommentieren und den Betrachter zur Reflexion einladen.

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Hugo Demarco

Veränderliche Reflexion

1961

Kinetisches Objekt

Holz, Metall, Plexiglas, Spiegel, Motor, Lichtquelle

90 × 90 × 13,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Durch die drehende Bewegung der Spiegel wird das Reflexionslicht moduliert, es verändern sich Farbspektrum, Farb- und Lichtformen und mit ihnen der gesamte Farbrhythmus der vertikalen Spiegelsequenz. Demarco setzt die Bewegung an dem Objekt Réf 

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Leo Breuer

Kinematisches Relief virtuel

1968

Objekt

Acryl, Holz

72 × 100 × 6 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Sein Virtuelles Kinematisches Relief spielt auch im Titel darauf an, dass die hier benannte Bewegung nur virtuellen Charakter besitzen kann, hängen doch die optischen Effekte entscheidend von den Wahrnehmungsbedingungen und der aktiven 

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Yves Klein

Schwammrefief

1960

Objekt

Schwämme und Farbpigment auf Sperrholz

107 × 60 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

»Durch die Schwämme – lebendiges, wildes Material – konnte ich Porträts der Leser meiner Monochrome schaffen, die, nachdem sie durch das Bild meiner Gemälde gereist sind, ebenso wie die Schwämme vollständig imprägniert sind von der 

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Tadeusz Kantor

Relikt Nr. 2

1968

Malerei / Assemblage

Acryl auf Leinwand, Regenschirm

200 × 130 cm

Kunstmuseum Bochum

Hier fragt sich, welches der Elemente das Relikt ist: die erinnernd verwischte Figur des Knaben oder das unbrauchbare, weil kaputte Objekt des Regenschirms? Gewissheiten und Sicherheiten, Funktionen und Funktionieren, Erinnerungen und 

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Jean Dubuffet

René Drouin mit offenen Händen

1946

Malerei

Mischtechnik auf Leinwand

110 × 88 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Er konzidiert, dass seine Porträts trotz der ebenso reduzierenden wie abstrahierenden Verfahren – trotz der Nähe, die seine Bilder offenkundig zu Kinderzeichnungen oder auch zu Graffiti aufweisen – doch gewisse Verbindungen zu den jeweils 

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Christian Boltanski

Reserve der deutschen Familie

1991

Installation

420 Metallkisten, s/w-Fotos, elektrische Lampen, Kabel

Installationsmaß ca. 242 × 163 × 187 cm

Museum Abteiberg

Angezogen von der theatralisch schummrigen Beleuchtung erschließt sich der Weg zu einer schmalen Raumzelle mit unbehaglicher Atmosphäre. Christian Boltanski thematisiert in seiner Arbeit Reserve of the German Family das persönliche und das 

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Emmett Williams

Übriggebliebenes Objekt von »The Son of Man Trio«

1963

Objekt

In einen weißen Papierumschlag verpacktes Buch »The Son of Man« von François Mauriac, London: Burns & Oates 1960

Buch geöffnet 25 × 18,3 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Soll das Feuer die vernichtende Kraft der im Buch festgehaltenen Gedanken verkörpern? Oder handelt es sich um ein Vanitas-Motiv, das an die Vergänglichkeit aller Dinge erinnert? Dass dieses verbrannte Buch als Überbleibsel einer Performance nun 

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Nan Hoover

Rückkehr zum Fuji

1984

Video

Einkanal-Video, Farbe, Ton

8:00 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Mit dem eindeutigen Hinweis im Titel auf den japanischen Mount Fuji als Motiv entsteht beim Betrachten des achtminütigen Videos die Assoziation eines Bergmassivs. Im Video Returning to Fuji hat sich der Betrachter mit den Augen durch das ruhige 

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Die Entstehung fantasievoller Entwürfe mit hoher zeichnerischer Qualität ließ das »polnische Plakat« bald zu einem Qualitätssiegel werden. Das Plakat Rewizor kommt mit seiner komischen Hauptfigur und seiner pastellfarbenen, leichten Farbigkeit 

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Leo Breuer

Rhythmus, bogenlinig

1955

Malerei

Kasein auf Leinwand

119 × 105 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Das Bild Rhythmus, bogenlinig von Leo Breuer zeigt in einer technoid wirkenden Formation gebogene Linien und Formelemente unterschiedlicher Breite und Farbe, die sich vor tiefschwarzem Hintergrund fast wie Leuchtröhren ausnehmen.

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Richard Serra

Right Angle Prop

1969

Ohne Zuordnung

Antimon-Blei

aufrechte Platte 166,7 × 200 × 1,2 cm, gewinkelte Platte 108,5 × 50 × 2 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Beide Formen von Serras Right Angle Prop stabilisieren sich gegenseitig: das gewinkelte Stück hält die an die Wand gelehnte Platte aus Blei, die freistehend in sich zusammensinken würde. Der Betrachter erfährt nicht nur architektonische 

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Richard Long

Fluss Avon Schlammkreis

1997

Installation

Wandarbeiten in Schlamm

Ø 456 cm

Lehmbruck Museum

Er verwendet für seine Land-Art-Skulpturen nur Materialien, die er am Ort seiner Reise vorfindet. In der Arbeit River Avon Mud Circle werden die impulsiven gestischen Spuren und das authentische Schlamm-Material zu inspirierenden Relikten einer 

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Giorgio de Chirico

Rochers et ruines dans une chambre

um 1927

Grafik

Bleistift auf Papier

49,5 × 37,8 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

In der großen, bildhaften Zeichnung Rochers et ruines dans une chambre verschränkt Giorgio de Chirico subtil Ansichten eines Innen- und Außenraums. Das weitgehend unbekannte Blatt gehört zu einer nachmetaphysischen Werkgruppe von Intérieurs, 

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Alan Sonfist

Felsdenkmal von Duisburg

1986

Skulptur

Verschiedene Gesteine unterschiedlichen Alters

ca. 100 × 1200 × 235 cm

Lehmbruck Museum

» (…) In der Skulptur Rock Monument of Duisburg erfahren wir Stadtgeschichte in Gestalt einer ansonsten visuell versteckten Zeit. Jeder Felsbrocken, jeder Stein und jede Steinsammlung wurde als Repräsentant einer Zeit im Daseinskontinuum 

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Jerzy Berés

Roller

1968

Objekt

Holz, Textil, Farbe

Höhe 250 cm

Kunstmuseum Bochum

Obwohl offenkundig Arbeit und Erfahrung in die Gestaltung des Gefährts Roller eingeflossen sind, erfüllt es den vorgegaukelten Zweck offensichtlich nicht, es ist gerade nicht für die Fortbewegung gedacht. Was ihm fehlt, ist der Antrieb einer 

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Maria Nordman

Raum mit zwei Türen (für einen öffentlichen Park in Bochum-Weitmar)

1989

Environment

Raumhöhe 300 cm, Innenmaße 1305 × 600 cm, Außenmaße 1400 × 675 cm

Kunstsammlungen der RUB – Situation Kunst (für Max Imdahl)

Bis sich die Augen nach Eintritt an die Beleuchtungssituation gewöhnt haben, bis sich die Erfahrung der Leere eingestellt hat und einige wenige Koordinaten gewonnen wurden, vergeht je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen eine Weile. In dem Rau 

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Gerhard von Graevenitz

Rote Punkte auf Grün

1963

Kinetisches Objekt

Spanplatte, Metall, Gummi, Motor

Ø 82 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Der Betrachter weiß nie, welche Scheibe sich als nächste bewegen wird. Es entsteht der Eindruck von lebendigen, eigenständigen Objekten, die sich nach dem Zufallsprinzip bewegen. In dem poetisch-spielerischen Objekt Rote Punkte auf Grün 

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Paul Klee

Rote und weiße Kuppeln

1914

Malerei

Aquarell und Gouache auf Papier auf Karton

14,6 × 13,7 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Nach seiner Rückkehr aus Tunesien, fertigte Klee auf der Grundlage einer Reiseskizze eine querformatige Komposition, die er später mit der Schere zerschnitt und auf diese Weise in zwei eigenständige Werke verwandelte: die Aquarelle Rote und 

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Heinz Mack

Rotor

1968

Objekt

Holz, Glas, Motor, Metall

143 × 142 × 31 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Seiner Idee der »immateriellen Erscheinungsweise von Gegenständen« folgend, widmet sich Mack hier den Phänomenen der Veränderlichkeit, die durch die Brechung und Reflexion von Licht die Erscheinungsweise seiner Objekte bestimmen. Ungestört 

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Rotraut Pape

Rotron

1982

Video

Video, U-Matic, Farbe, 2-Kanal Ton

6,17 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Der Film Rotron zeigt die Geschichte eines großen Mädchens, das spielt, ein kleines Mädchen zu sein, das spielt, ein Programm zu sein und im Kreuzfeuer konkurrierender Programmiermächte zu bestehen. Die Protagonistin steht von Beginn an 

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Louise Nevelson

Königliche Winde III

1960

Assemblage

mehrteilig, vergoldetes Holz

138 × 78 × 38 cm

Kunstmuseum Bochum

Nevelson spielt in den Royal Winds III mit Architekturzitaten, Raumstrukturen, Raumhierarchien, Ordnung und Unordnung. Bedeutungsmöglichkeiten stellt sie Bedeutungsloses gegenüber oder fragmentiert willentlich den Raumeinblick.

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Wolf Vostell

Rue de Buci

1960

Collage

Papier auf Leinwand

130,5 × 95 cm, mit Rahmen 136,5 × 101 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Das große, hochkant stehende Bild Rue de Buci ähnelt einer öffentlichen Plakatwand wie wir sie aus urbanem Kontext kennen: Papierfetzen, Zeitungsausschnitte, Veranstaltungsplakate, sich überlagerndes, überdecktes, abgerissenes Papier und 

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Max Beckmann

Rugbyspieler

1929

Malerei

Öl auf Leinwand

Bildmaß 213 × 100 cm

Lehmbruck Museum

In dem Bild Rugbyspieler aus dem Jahr 1929 wird » (…) der eingefrorene Moment eines sportlichen Kampfes wird zu einer allgemeinen Metapher von menschlicher Anstrengung, von Sieg und Niederlage, von unlösbarer Verklammerung in der 

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Andreas Gursky

Ruhr-Universität Bochum

1988/99

Fotografie

C-Print

Bild 7 × 105 cm, Rahmen 104,5 × 145 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

In seiner Fotografie Ruhr-Universität Bochum (1988, Abzug 1999) verfremdet Andreas Gursky die reale Topografie im Bewusstsein der Maler des Quattrocento als Belvedere. So wird die zum landschaftlichen Umfeld, dem Ruhrtal geöffnete Säulenhalle 

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Gerhard Hoehme

S’amje

1957

Objekt

Polyester, Sumpfkalk, Bindfaden, Hanfseil auf Leinwand, auf Spezialrahmen montiert

Bildmaß 45,5 × 183 cm, nstallationsmaß 186 × 183 × 7 cm, Hanfseile Maximallänge 195 cm

Lehmbruck Museum

Farbigkeit, Objektstruktur und Titel von S’amje evozieren Urlandschaftliches. Die Objektoberfläche erscheint wie schrundiges, verschmutztes Eis, in das Löcher gehauen wurden, um an den Hanfseilen Robben oder Fische zu fangen. Das Objekt S’amje 

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Günther Uecker

Sandmühle

1968

Installation

Bausand, Hanf, Holz, Draht, Elektro-Motor in Gehäuse

Höhe ca. 40 cm, Ø 400 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Suggerieren die Nagelbilder fließende Bewegungen und somit eine nur in der Wahrnehmung existierende Dynamisierung des Bildes, so realisiert Uecker auch Skulpturen, die tatsächlich in Bewegung versetzt werden. Hierzu zählt die mit Sandmühle 

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Stephan Balkenhol

Säule/Mensch

1990

Skulptur

Mooreiche

Objektmaß 152,5 × 20 × 16,5 cm

Lehmbruck Museum

Bewusst verzichtet der Künstler auf Gesten und den erzählerischen Kontext. Stephan Balkenhols Säulenensemble Säule Mensch … (1999) zeigt vier kleine, aus etwa gleich großen Stämmen dunkler Mooreiche herausgeschnittene Figuren – einen Mann, 

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Nam June Paik

Schallplattenschaschlik

1963/80

Objekt

Radio, Holz, Schallplatten

172 × 58 × 40 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Der Klang der Platten wird in Nam June Paiks Objekt Schallplattenschaschlik als Rohmaterial zur Verfügung gestellt. Statt lediglich Konsument zu sein, wird der Benutzer zum Komponisten seines eigenen Stücks.

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Ferdinand Spindel

Schaumstoffobjekt Rot

1969

Objekt

Holz, Plexiglas, Spiegelfolie, Schaumstoff

94 × 94 × 30 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Spindels Schaumstoffobjekt Rot zeigt eine knautschige Schaumstoff-Formation hinter Plexiglas. Doch es scheint fast so, als erhalte man hier Einblick in das Innere eines Körpers, als blicke man durch ein Mikroskop in ein Blutgefäß oder erhalte 

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Wolf Vostell

Schule von Athen

1988

Installation

Öl auf Leinwand

280 × 660 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Ist Raphaels Fresko der Schule von Athen eine geläuterte Hymne an das Geistige und dessen positive Idealität des Menschen, so ist Vostells Installation gleichen Titels eine Fuge aggressiver, blutiger, kriegerischer Metamorphosen der Gewalt.

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Reiner Ruthenbeck

Schwarzer Papierhaufen

1970

Installation

600 Blatt zerknülltes schwarzes Papier

Ø 300 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

»Ich versuche«, so der Künstler, »einen möglichst hohen Grad von Abstraktion zu erreichen und bin dazu gekommen, bildnerisch vor allem mit Polaritäten zu arbeiten: Schwarz / Weiß, Blau / Rot, Hart / Weich und so weiter, weil dies die höchste 

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Otto Freundlich

Architektonische Skulptur

1934/35

Skulptur

Bronze

128 × 69 × 43 cm

Lehmbruck Museum

Die Sculpture architecturale von Otto Freundlich ist als Modell für ein riesenhaftes (20 bis 30 m Höhe) architektonisches Monument zu verstehen und verzichtet zur Steigerung der Fernwirkung auf alle Detailformen. Freundlich sprach in diesem 

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Marcel Broodthaers

Sektion Werbung des Museums moderner Kunst, Abteilung Adler

1972

Installation

Holz, Bronze, Plastik, Fotografien, Vitrinen, Rahmen, Stecknadeln, verschiedene Druckerzeugnisse, Diaprojektionen, Feuerlöscher

ca. 600 × 425 × 290 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Er verband mit seiner »Fiktion eines Museums« eine grundsätzliche Kritik an der Institution Museum. In der Section Publicité wird der um 1968 noch unbestrittene Hoheitsanspruch des Museums mit dem vielfach eingesetzten majestätischen 

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Timm Ulrichs

Selbstporträt (Körper-Kunst-Objekt)

1970/71

Skulptur

Schwarze Druckfarbe auf Segeltuch

179,7 × 103 cm

Lehmbruck Museum

»Die Bild-Haut der Leinwand und das Haut-Bild meines Körpers entsprechen einander, als hätte ich mich gehäutet oder als hätte man mir die Haut vom Körper abgezogen und sie, an den Rändern begradigt, planiert und aufgespannt – so, wie man es bei 

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Arnulf Rainer

Selbstporträt mit zugekniffenem Auge

1969/70

Mischtechnik

Öl, Foto auf Holz

75 × 101 cm

Kunstmuseum Bochum

Selbstporträt mit zugekniffenem Auge von 1969/70 zeigt eine Schwarz-Weiß-Fotografie des grimassierenden Künstlers, die stark übermalt wurde. Die Übermalung kommt ebenso der (partiellen) Auslöschung des eigenen Porträts und der Zerstörung des 

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Man Ray

Self portrait with camera

1931/59

Fotografie

Solarisierte Fotografie

80 × 60 cm

Museum Abteiberg

Das berühmte Selbstporträt mit Kamera (1931/59) zeigt den Künstler Man Ray selbstbewusst als Fotografen im weißen Kittel neben seiner Kamera, zugleich aber den Fotografen als Autor der Fotografie bei der Einstellung der Kamera, der Entstehung 

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In dem Bild Seven aus dem Jahr 1965 erstreckt sich in leuchtendem Blauviolett die geschwungene Ziffer »Sieben« über den undefinierten grell- orangen Bildgrund. Der Zahlentypus dieser Arbeit erinnert an die altmodischen, eleganten Zahlen der 

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Mark Tobey

Schattengeister des Waldes

1961

Malerei

Tempera auf Papier

48,4 × 63,2 cm

Kunstsammlung NRW / K20 Grabbeplatz

Shadow Spirits of the Forest (Schattengeister des Waldes) von 1961 erscheint eher geschrieben als gemalt: Auf dunklem Papier entspinnt sich ein dichtes, nervös geometrisierendes Liniennetz.

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Emmett Williams

Sie liebt mich sie liebt mich nicht

1966

Grafik

Mappe mit 18 Blättern, Buchdruck auf Papier

48 × 48 cm, Mappe 48,7 × 48,7 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit der Arbeit She loves me she loves me not siedelt sich Williams an den Grenzen medialer Ausdruckmöglichkeiten an. Er verschränkt ein populäres Sprachgebilde, eine Wortkonstellation mit einem Piktogramm, nutzt gleichermaßen das Potenzial von 

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Anton Stankowski

Sichtwechsel

1952/72

Skulptur

Kartonrelief, Acryl

83 × 59 × 5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Die Relieffläche baut auf dem Schema von 48 quadratischen Formeinheiten auf, die eine Art Schachbrettmuster horizontaler und vertikaler Strukturen, hier allerdings auf rechteckiger Grundfläche (6 × 8), bilden. Raumwirkung und Schattenbildung 

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Wilhelm Lehmbruck

Sitzender Jüngling

1916/17

Skulptur

Bronze

Objektmaß 99,3 × 76,5 × 112,2 cm

Lehmbruck Museum

Die innere Betroffenheit sprachloser Trauer drückt sich bei dieser monumentalen Form des sitzenden Trauermotivs körpersprachlich wie körpertektonisch aus. Beredt wirkt dabei auch die Sprache einzelner Körperteile, der Finger und Zehen, die 

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Claes Oldenburg

Weiches umgedrehtes Q

1976 79

Skulptur

Beton mit Kunstschoff beschichtet

ca. 180 × 170 × 170 cm

Museum Abteiberg

Für Claes Oldenburg ist es charakteristisch, dass er für seine künstlerischen Projekte banale Alltagsgegenstände zum Ausgangspunkt nimmt, die zwar erkennbar bleiben, aber so weit abgewandelt sind, dass sie offen sind für eine Fülle von 

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Thomas Struth

Sommerstraße, Düsseldorf

1980

Fotografie

S/W Fotografie, Silbergelanineabzug

Bild 40 × 56 cm, Rahmen 68 × 85,5 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Struths Fotografie führt nicht die medial verbreiteten Sehenswürdigkeiten der Stadt vor Augen. Sommerstraße Düsseldorf zeigt vielmehr eine ganz gewöhnliche Straße mit Wohnhäusern, die überdies in nüchternem Schwarz-Weiß gehalten, kaum 

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David Fried

SOS — Selbst organisiertes Still-Leben

1999

Kinetisches Objekt

Holz, Marmor, Kunststoff, Elektronik

77,5 × 103,5 × 81 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Wenn der Betrachter dem Objekt SOS -Self Organizing Still-Life näher tritt und Außengeräusche die Annäherung begleiten kommt Bewegung ins Spiel: Wie von Geisterhand angestoßen, geraten die Kugeln ins Rollen, ziehen sich an oder stoßen sich ab, 

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László Moholy-Nagy

Raumverwandler

1939

Objekt

Plexiglas auf Stahl in Holzrahmen

78,4 × 50,5 × 10,7 cm

Lehmbruck Museum

Moholy-Nagy lässt mit dem Raummodulator, der den Forderungen des Konstruktivismus nach neuen und modernen Stoffen entspricht, sein von Nüchternheit und Rationalität gekennzeichnetes Frühwerk hinter sich. In seiner schwungvoll faltigen Form 

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Nicola Carrino

Spaziostruttura D, 1976

1976

Skulptur

Eisen

52,3 × 98 × 114 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Als Bildhauer der konkreten Kunst verpflichtet, gelten Carrinos Interessen allein der anschaulichen Vermittlung objekteigener, material-, form- wie raumbedingter Qualitäten jenseits außerbildlicher Bedeutungsdimensionen. Spaziostruttura D arbei 

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Adolf Luther

Sphärisches Objekt

1989

Objekt

Plexiglas, Spiegel, Holz

89 × 100 × 10,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

»Über das Rätsel des Lichtes bzw. den Sinn des Lichtes, über die Mechanik des Lichtes weiß ich soviel, dass man es biegen, beugen, brechen und zerteilen kann, auch etwas darüber, dass die Luft voller Bilder ist, dass der Raum voller Bilder ist 

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Candida Höfer

Spiegelkantine Hamburg III

2000

Fotografie

Farbfotografie, Holzrahmen

120 × 120 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die Mitarbeiterkantine des Spiegel-Verlagshauses in Hamburg wurde 1969 nach Entwürfen des dänischen Designers Verner Panton gestaltet. Höfers Fotografie zeigt den farbigen Raum nach der aufwendigen Restaurierung im Jahr 1998 als 

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Adolf Luther

Spiegelobjekt

1968

Objekt

36 Hohlspiegel, Aluminium, Holz, Plexiglas

76 × 76 × 4,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Der Betrachter ist gefordert: Der Blick auf das Objekt geht einher mit einer Verunsicherung der visuellen Wahrnehmung des Spiegelbildes sowie des umgebenden Raumes. Die im Quadrat angeordneten Hohlspiegel im Spiegelobjekt von Adolf Luther 

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Peter Sedgley

Spin und Dreieck

1988

Objekt

Metall, Holz, Spiegelfolie, Kunststoff, Plexiglas, Lichtquelle, Motor

Ø 140,5 cm, Tiefe 22,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Der Titel benennt die zwei wesentlichen Elemente der kinetischen Arbeit: Spin weist auf die scheinbar selbsttätige Drehbewegung hin, die Formen und Farben auch in ihrer räumlichen Anordnung erfasst. Mit Dreieck lenkt Sedgley wiederum auf den 

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Jesús-Rafael Soto

Spirale

1955 60

Objekt

schwarze Spiralform in Siebdruck auf Papier, auf Holzplatte aufgezogen, davor in 22 cm Abstand durch vier Schrauben montiert eine Plexiglasplatte mit weißer Spiralform im Siebdruck

49,5 × 49,5 × 25 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit der Spirale, die Soto in vielen Bildern und Objekten der Zeit einsetzte, verwendet er eine Form und Struktur mit großem optischem Wirkpotenzial. Die Position der Betrachtenden im Raum spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt 

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Hans Uhlmann

Stahlplastik

1951

Skulptur

Stahl- und Leichtmetall, rot und schwarz bemalt, auf Eisen- und Holzplatte

Objektmaß 133 × 50 × 43 cm

Lehmbruck Museum

Die Rationalität einer von Ingenieurs-Arbeiten inspirierten Kunst und das Irrationale musikalischer Wahrnehmung finden in der Stahlplastik von Hans Uhlmann eine neue Synthese.

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Wilhelm Lehmbruck

Stehende weibliche Figur

1910

Skulptur

Hartgipsguss, weiß, dünnwandig, graue Fassung (geschlemmt), an den Falten und Bauchpartien Reste rötlicher Farbe

Objektmaß 195,5 × 54,5 × 53,5 cm

Lehmbruck Museum

Die Stehende ist in klassischem Kontrapost gegeben, Gegensätze von Spannung und Entspannung, Ruhe und Bewegung sind über Körperachse und Glieder deutlich ausponderiert. Bei aller Stilisierung und Straffung der Gestalt findet Wilhelm Lehmbruck 

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Ulrich Rückriem

Stelen-Installation auf der Basis des Dame-Problems (Schach)

2002

Skulptur

Gips

10,5 × 19,8 × 35,8 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Im Schach als »Dame-Problem« bekannt, bezeichnet dieser Versuchsaufbau von Ulrich Rückriem die Platzierung von acht Damen auf einem Schachbrett, so dass sich diese nach den Schachregeln nicht schlagen können.

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Di(e)ter Rot(h)

Stempelkasten

1973

Objekt

12 Stempel, 2 Stempelkissen rot und blau, 2 Flaschen, Stempelfarbe, Gebrauchsanw. auf Faltblatt, 3 unregelm. beschn. geheft. Blätter in leinenbez. Holzkasten

27 × 27 × 6 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Ein weißes Blatt gibt Dieter Roths Anleitung zum Stempelkasten (1973) in deutscher, englischer und französischer Sprache:??»worte?jeder stempel steht für 4 worte.(die deutung der zeichen ist nicht vom autor festgelegt, sondern vom benützer 

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Ernst Wilhelm Nay

Sternbalance

1956

Malerei

Öl auf Leinwand

Bildmaß 125 × 200 cm

Lehmbruck Museum

Die in allen Scheibenbildern Ernst Wilhelm Nays angelegten sphärischen Dimensionen bestimmen auch das Bild Sternbalance, dessen Rhythmus, Dynamik und Chromatik sich auf schwarzem Grund zu einem lichten, stellaren Meer entfaltet und wie zu einem 

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Hartmut Böhm

Struktur im Kubus 1A

1967/68

Objekt

Plexiglas und Pappe

50,6 × 50,6 × 50,6 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Sein Interesse liegt in der systematischen Erforschung von konstruktiven Elementen und den Bedingungen ihrer Rezeption. Bei Struktur im Kubus 1a experimentiert Hartmut Böhm mit der Höhenstufung oder auch dem Neigungswinkel von Elementen.

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Gianni Colombo

Strutturazione ritmica

1962

Kinetisches Objekt

Metall, Plexiglas, Elektronik

60 × 50,5 × 16,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Das Kinetische Objekt macht Colombos Interessen an der Visualisierung räumlicher Veränderungen am Anfang der 1960er Jahre erkennbar. In dieser Zeit bezog sich sein experimenteller Umgang auf linear-geometrische Strukturen, durch deren 

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Tony Oursler

Stecken geblieben

1996

Videoinstallation

Stoffpuppe, Einkanal-Videoinstallation, Farbe, Ton

Puppe 24 × 126 × 32 cm

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die Videoarbeit Stuck (Stecken geblieben) wird in der Kunstsammlung im Ständehaus in einer Nische im südwestlichen Treppenturm gezeigt, wo das kleine, dem Titel nach buchstäblich in der Klemme steckende Püppchen sich mit seinem orgiastischen 

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Robert Filliou

Stuhl

1969

Objekt

Holz, Kunststoff, Metall

68,5 × 43 × 40 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Auf diesem Stuhl soll, ja kann niemand sitzen. Der Entstehungsprozess klärt die disparate Erscheinung des Stuhls. Seine Einzelteile wurden getrennt voneinander vorfabriziert von Emil Schult, Jan Voss, Johannes Geuer, Alfons Koerbel und Robert 

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Thomas Bayrle

Super Colgate

1965

Kinetisches Objekt

Holz, Metall, Farbe, Elektromotor

102 × 114 × 15 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Mit ihren aufgerissenen rotbelippten Mündern folgen die unzähligen Zähneputzer dem Vorbild der Hauptfigur. Nicht Colgate, sondern »Super Colgate«, so der rotfarbene, oben am Bühnenrahmen platzierte superlativische Titel, verheißt beste 

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Duane Hanson

Frau mit Einkaufswagen

1970

Skulptur

Fiberglas, Textilien, Einkaufswagen, Verpackungen, Polyesterharz

166 × 130 × 65 cm

Ludwig Forum für Internationale Kunst

Mit leerem Blick steht die übergewichtige Dame, deren Haut ungesund wirkende Flecken aufweist, vor ihrem üppig gefüllten Einkaufswagen in einer imaginären Warteschlange. Die einkaufende Hausfrau gehört seit den siebziger Jahren zu den zentralen 

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VALIE EXPORT

Syntagma

1983

Video

Video, Farbe, 2-Kanal Ton

16:44 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

»Syntagma ist wie ein starrer Blick, den jemand mit sich selber wechselt, als ob er / sie zwei Menschen wäre (…)« (Valie Export 1992). Valie Exports bearbeitet in ihrem Film Syntagma aus dem Jahr 1983 in knapp siebzehn Minuten (konträre) 

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Daniel Spoerri

Tableau Piège

1964

Objekt

Holz, Bierdeckel, Schnapsglas, vier Schweizer Münzen, Zuckertütchen, abgebranntes Streichholz, Streichholzbriefchen, zwei Zigarettenstummel, leere Underbergflasche und Verschluss

Ø 27,5 cm, Tiefe 14 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Das Fallenbild Tableau-Piège zeigt uns einen runden Ahornholzteller, auf dessen Oberfläche ein Bierdeckel mit Schnapsglas, vier Schweizer Münzen, ein Zuckertütchen, ein angebranntes Streichholz, ein Streichholzbriefchen, zwei Zigarettenstummel, 

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Imi Knoebel

Tafel CMLX

2004

Malerei

Acryl auf Aluminium

151 × 96 × 6 cm

Kunstsammlungen der RUB – Campusmuseum. Sammlung Moderne

Im Unterschied zur klassischen Tafelmalerei werden die »Bilder« bei Imi Knoebel nicht auf dem planen Illusionsgrund einer Leinwand gemalt. Vielmehr beziehen sie sich, in viel größeren Formaten auch auf die Wand des realen Raumes und binden 

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Eija-Liisa Ahtila

Talo/Das Haus

2002

Filminstallation

Dreikanal-Filminstallation, Farbe, Ton, 16mm-Film, auf DVD übertragen, 6-Kanal-Dolby-Ton

15 Minuten

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

In Talo – The House geht es um den Wahnzustand einer jungen Frau, der die Fähigkeit abhanden gekommen ist, sich von der Außenwelt abzugrenzen. Die auf der Documenta 11 im Jahr 2002 erstmals gezeigte raumgreifende Installation von Eija-Liisa 

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Di(e)ter Rot(h)

Taschenzimmer

1969/82

Objekt

Plastikschachteln, Siebdruck auf Papier, Bananenscheibe

11 × 7 × 1 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Das Obst in Taschenzimmer, neben Schokolade und Käse ein wichtiges bildnerisches Mittel Dieter Roths, hat schon vor langer Zeit zu schimmeln begonnen und zeigt nun verschiedene Stadien des Verfalls. Die eingeschlossenen Bakterien verarbeiten 

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Dara Birnbaum

Technology Transformation — Wonder Woman

1978/9

Video

Einkanalvideo, Farbe, Ton

7:00 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

Die verwendeten Sequenzen stammen aus einer Folge der gleichnamigen Fernsehserie und sind zu einem ironischen audiovisuellem Clip zusammengefasst. In Technology/ Transformation: Wonder Woman verfolgt Dara Birnbaum die legendäre Verwandlung 

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Wolf Vostell

TEK (Thermoelektronischer Kaugummi)

1970

Installation

5 Mikrophonkapseln mit Sendern, 5 warme Lichtquellen, 5000 Kaugummi (für 5000 Besucher), 2 Lautsprecher, 1 Verstärker 25 Watt, 1 Super-Radio, 30 Metallpfähle mit Stacheldraht, 5 Koffer mit Radios und wärmeempfl. Mikrophonen, 13000 Löffel und Gabeln

1348 × 536 × 473 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Elektronisch verstärkte Kaugeräusche, Radiogeräusche und verstärkte Knackgeräusche durch das Betreten der Essgeräte am Boden vermengen sich in Vostells Installation TEK zu einer komplexen akustischen Kulisse, die ebenso bedrohlich wirkt wie der 

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Richard Serra

Terminal

1977

Objekt

4-teilig, Stahl

je 1250 × 366 × 6,4 cm

Kunstmuseum Bochum

Auf einer Bochumer Verkehrsinsel in der Nähe des Hauptbahnhofs seit 1979 positioniert, stellt sich das großformatige »Kartenhaus« Terminal den Verkehrsströmen der Stadt zwischen Bahnhof, Busbahnhof und breiten Straßen entgegen, behindert, stört 

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Mic Enneper

Terminal II

2004

Skulptur

Metall

145 × 150 × 250 cm

LVR-LandesMuseum Bonn

Terminal II wirkt wie das Modell von zwei parallelen Maschinenhallen, umgeben von monströsen, turbinenartigen Objekten mit dicken Kabelsträngen, beleuchtet von grellem Licht – präsentiert in dazugehörigen, vitrinenartigen Tischen. Fragen zu 

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Jesús-Rafael Soto

Ts Siena + Schwarz

1976

Kinetisches Objekt

Beschichtetes Holz, Metall, Kunststoff

60 × 60 × 12,5 cm

Kunstmuseum Gelsenkirchen

In Jésus Rafael Sotos Tes Siena + Negro (Ts in Siena und Schwarz) aus dem Jahr 1976 spielt die Rhythmisierung zweier, parallel ausgerichteter und überblendeter Strukturen eine zentrale Rolle für das optische und kinetische Wirkpotenzial.

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Woody Vasulka

Die Kunst der Erinnerung

1987

Video

Einkanalvideo, Farbe, Ton

26:30 Minuten

Stiftung imai – inter media art institute

The Art of Memory hat zumindest drei Gesichter: das der Tat, das des Opfers und das des Widerstandes. In diesem Dilemma der Nichtzuordenbarkeit findet sich denn auch der Beobachter, der als neutrale Figur der Nachwelt mitten ins Geschehen 

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John Furnival

The Fall of the Tower of Babel

1963

Grafik

Offsetdruck

61 × 25,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Von ihrer Funktionalität befreit, wird Sprache selbst zum Bildgegenstand. In seinem Offsetdruck The Fall of the Tower of Babel, der 1963 entstand, setzt John Furnival Schrift als bildnerisches Mittel ein und schafft so eine komplexe 

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Mark Dion

Die große Verkettung des Seins

1998

Grafik

Kreide und Farbstift auf Papier

28 × 35,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Ordnung der Dinge in der Kunst- und Wunderkammer, die sich am augenfälligsten an ihren systematischen Inventaren und ordnenden Aufbewahrungsorten, wie Regalsystemen, Vitrinen, Kabinettschränken etc. ablesen lässt, musste für Mark Dion eine 

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Peter Halley

The Happy Land

1990

Malerei

Roll-A-Tex und Acryl auf Leinwand

248,5 × 241 × 10 cm

Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters

Als Abbild von Realität erzeugt The Happy Land eine labyrinthische und insofern auswegslose Situation. Ähnlich wie sein Kollege Philip Taaffe, der in seinen Arbeiten der 1980er Jahre der Optical Art entlehnte Strukturen verwendet, schlägt auch 

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Bill Viola

Das Quintett der Erstaunten

2002

Videoprojektion

Einkanal-Videorückprojektion

15 Minuten, Loop, Projektionsfläche 137 × 244 cm, Raummaße variabel

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Die Videoprojektion der geloopten Aufnahme einer sich in Zeitlupengeschwindigkeit bewegenden Gruppe von fünf Personen ist Bestandteil des umfangreichen Projekts zum Thema Passionsdarstellungen, an dem der Videokünstler Bill Viola mehrere Jahre 

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Marcel Broodthaers

Theorie der Figuren

1970/71

Installation

12 Objekte, darunter eine Truhe mit weiteren Objekten

Installationmaß ca. 100 × 200 cm

Museum Abteiberg

Théorie des figures (Theorie der Abbildungen, zugleich aber auch: Theorie der Figuren oder Gegenstände) ist ein zentrales Werk von Marcel Broodthaers. Es entstand 1970/71 ursprünglich als Section Cinéma (1971 — 72) des insgesamt 12 Editionen 

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George Brecht

Drei Stuhlereignisse

1961/72

Objekt

Drei Stühle, drei Fotos und Text auf Pappe aufgezogen

Schwarzer Stuhl 85,5 × 40 × 56 cm, gelber Stuhl 78 × 46,5 × 46,5 cm, weißer Stuhl 101,5 × 62,5 × 74,5 cm, Blatt 31 × 41,5 cm

Museum Ostwall im Dortmunder U

Die Event-card Three chair event von George Brecht bewegt sich im Bereich mehrerer künstlerischer Gattungen. Die Nähe zur Lyrik ist evident, aber das geschriebene Stück weist auch Züge einer Partitur auf – ein Hinweis auf die Gattung Musik. Und 

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Willam Kentridge

Gezeitenkalender

2003

Videoinstallation

Einkanal-Videoinstallation, 35 mm-Film auf Video und DVD übertragen, Farbe, Ton

09:00 Minuten

Kunstsammlung NRW / K21 Ständehaus

Es ist ein Film über das Auf und Ab des Lebens, im wörtlichen Sinn ein Gezeitenkalender der Wechselfälle des Schicksals. Nach einer Phase mit skulpturalen Werken und Theaterproduktionen hat sich Kentridge zu Beginn des neuen Jahrtausends mit Ti 

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Frank Stella

Tomlinson Court Park I

1959

Malerei

Emailfarbe auf Leinwand

220 × 280 cm

Museum Folkwang

Die schwarzen Streifen verlaufen ebenso wie die linearen Auslassungen aus der Malschicht parallel zu allen Bildkanten und wiederholen bildfüllend und in akribischer Folge das Rechteck des Bildformats. Die strenge Komposition von Stellas Bild To 

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